(Foto: Peter Adamik)

Kammermusik

30 Jahre Philharmonisches Bläserquintett Berlin

Nuancenreich, transparent und klangschön, technisch brillant und ausdrucksstark – seit 30 Jahren kultiviert das Philharmonische Bläserquintett Berlin einen Ton, der Maßstäbe gesetzt hat. Seinen runden Geburtstag feiert das Ensemble mit einem Konzert, in dem neben Werken von Wolfgang Amadeus Mozart Originalkompositionen des 20. Jahrhunderts erklingen, einer Zeit, in der das Bläserquintett eine Blütezeit erlebte.

Philharmonisches Bläserquintett Berlin:

Michael Hasel Flöte

Andreas Wittmann Oboe

Walter Seyfarth Klarinette

Fergus McWilliam Horn

Marion Reinhard Fagott

Wolfgang Amadeus Mozart

Drei Stücke für Orgelwerk KV 594, 616, 608 (Bearbeitung von Michael Hasel)

Pavel Haas

Bläserquintett op. 10

György Ligeti

Sechs Bagatellen

Carl Nielsen

Bläserquintett op. 43

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Di, 15. Jan 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie Q

Programm

»Das Bläserquintett ist ein Mikrokosmos des gesamten Orchesters«, meint Fergus McWilliam, Hornist der Berliner Philharmoniker und Mitglied des Philharmonischen Bläserquintetts Berlin. Tatsächlich vereinen sich mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott in diesem Ensemble en miniature die Bläsergruppen eines symphonischen Orchesters. Für die Musiker gilt es, die verschiedenen Instrumente zu einem homogenen Gesamtklang zu vereinen. Dem Philharmonischen Bläserquintett ist dies in den 30 Jahren seines Bestehens auf hervorragende Weise gelungen: Nuancenreich, transparent und klangschön im Ton, technisch brillant und ausdrucksstark – das Spiel des Ensembles hat neue Maßstäbe gesetzt.

Sein Geburtstagskonzert eröffnet das Ensemble mit drei Werken, die Wolfgang Amadeus Mozart für mechanisches Orgelwerk geschrieben hat und die nun in einer Bearbeitung von Michael Hasel erklingen. Das restliche Programm besteht aus Originalkompositionen des 20. Jahrhunderts, in dem das Bläserquintett eine neue Blütezeit erlebte. Das Quintett op. 10 von Paavel Haas, einem Schüler Leoš Janáčeks, wurzelt in der mährischen Volksmusik und dem jüdischen Synagogengesang. Bei der Uraufführung bescherte es dem Komponisten, der in den 1930er-Jahren zur tschechischen Avantgarde zählte und 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde, einen ersten großen Erfolg.

György Ligeti ließ sich Anfang der 1950er-Jahre vom Stil Béla Bartóks und Igor Strawinskys sowie von den Rhythmen ungarischer Bauernmusik zu seinen Sechs Bagatellen inspirieren. Heute zählen diese witzigen, frechen Stücke zu den Klassikern der Bläserquintett-Literatur. Ebenso wie das letzte Werk des Konzerts, das gleichzeitig an den Anfang des Programms anknüpft: Carl Nielsen komponierte sein Quintett unter dem Eindruck von Mozarts Quintett für Klavier und Bläser. Schlicht, klar und volkstümlich in seiner Art entspricht es klassischen Prinzipien, gleichzeitig gelang es dem dänischen Komponisten, jedes Instrument in seiner Einzigartigkeit zu präsentieren.

(Foto: Peter Adamik)