Teodor Currentzis (Foto: MusicAeterna)

Kammermusik

Teodor Currentzis und musicAeterna mit Werken von Gustav Mahler

Das Orchester musicAeterna unter der Leitung von Teodor Currentzis gehört zu den spannendsten Ensembles der internationalen Musikszene. Es gastiert bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in der Philharmonie und widmet sich dieses Mal ganz der Musik von Gustav Mahler. Dabei ist eines sicher: So hat man die Vierte Symphonie des Komponisten und seine Wunderhornlieder wahrscheinlich noch nie gehört. Die Gesangssolisten sind Anna Lucia Richter und Florian Boesch.

musicAeterna

Teodor Currentzis Dirigent

Anna Lucia Richter Sopran

Florian Boesch Bariton

Gustav Mahler

Lieder aus Des Knaben Wunderhorn

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 4 G-Dur

Mit freundlicher Unterstüzung der Aventis Foundation

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mi, 05. Dez 2018, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie Sonderkonzert Kammermusik

Programm

Theodor Currentzis und sein Orchester musicAeterna gehören zu den hellsten Kometen, die in den letzten Jahren am internationalen Musikhimmel emporgeschossen sind. In diesem Konzert widmen sie sich ganz der Musik von Gustav Mahler. Dieser schrieb im August des Jahres 1900 über seine Vierte, sie sei »grundverschieden von meinen anderen Symphonien. Aber das muß sein; es wäre mir unmöglich einen Zustand zu wiederholen – und wie das Leben weiter treibt, so durchmesse ich in jedem Werk neue Bahnen. Darum wird es im Anfang immer so schwer, ins Arbeiten hineinzukommen. Alle Routine, die man sich erworben hat, nützt einem nichts«.

Tatsächlich unterscheidet sich das am 25. November 1901 in München uraufgeführte Werk deutlich von anderen Symphonien Mahlers. Zu nennen wären etwa die mit rund 50 Minuten vergleichsweise moderate Spieldauer der Vierten, ihre traditionelle Aufteilung in vier Sätze, eine für mahlersche Verhältnisse kleine Orchesterbesetzung sowie eine melodische Klanggestalt, die auf Vorbilder des 18. Jahrhunderts zurückzublicken scheint. Die Keimzelle des Werkes bildete indes der Schlusssatz, den Mahler bereits während der Arbeit an seiner Dritten Symphonie erdacht hatte: die Vertonung eines Liedtextes aus der von Clemens Brentano und Achim von Arnim zwischen 1805 und 1808 veröffentlichten Sammlung Des Knaben Wunderhorn.

Wenn Theodor Currentzis und musicAeterna Mahlers Vierte zusammen mit Wunderhornliedern des Komponisten zur Diskussion stellen, so ist das nicht nur folgerichtig, sondern verspricht auch ein spannendes Mahler-Erlebnis jenseits aller interpretatorischen Routine.

Teodor Currentzis (Foto: MusicAeterna)