Hagen Quartett (Foto: Harald Hoffmann)

Kammermusik

Hagen Quartett:

Lukas Hagen Violine

Rainer Schmidt Violine

Veronika Hagen Viola

Clemens Hagen Violoncello

Joseph Haydn

Streichquartett A-Dur Hob. III:60

Franz Schubert

Streichquartett Nr. 8 B-Dur D 112

Robert Schumann

Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mo, 04. Feb 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie T

Programm

An ihrem 23. Geburtstag fand Clara Schumann auf dem Gabentisch die Manuskripte zu drei Streichquartetten – Geschenke ihres Mannes Robert, die noch Abend desselben Tages von Mitgliedern des Leipziger Gewandhausorchesters in der Wohnung der Schumanns ihre Uraufführung erlebten und die Clara »entzückten bis ins Kleinste. Da ist alles neu, dabei klar, fein durchgearbeitet und immer quartettmässig«. Wenig zuvor hatte Schumann einen »bedenklichen Stillstand« in den Streichquartettkompositionen seiner Zeitgenossen konstatiert: Zu oft wurde seiner Meinung nach »mehr auf glänzendes Hervortreten des ersten Spielers als auf kunstreiche Verwebung der Viere« geachtet. Seinen eigenen Zugang zum Streichquartett fand Schumann 1842 über das Studium von Joseph Haydns Gattungsbeiträgen, an denen er »Reinheit des Satzes«, »künstliche Verflechtungen« sowie »originelles Gepräge der melodischen Führung« bewunderte.

Das Hagen Quartett – weithin gerühmt für seine erhellenden Konzertprogramme – kombiniert das dritte Streichquartett aus Schumanns Opus. 41 mit einem Werk von Haydn aus dem Jahr 1788, über das ein englischer Kritiker seinerzeit schrieb, es sei »voll Geist und Feuer, so als ob ein junges, noch unverausgabtes Genie schrieb«. Im Zentrum dieses Konzertprogramms ist außerdem ein 1814 entstandenes Streichquartett des damals gerade einmal 17-jährigen Franz Schubert zu erleben, das ebenfalls hörbar an die Errungenschaften Haydns anknüpft, der Gattung des Streichquartetts zugleich aber den Weg in die Romantik bahnt.

Hagen Quartett (Foto: Harald Hoffmann)