Quatuor Arod (Foto: Verena Chen)

Kammermusik

Philharmonisches Debüt: Quatuor Arod

Das Quatuor Arod ist noch ein sehr junges Ensemble, doch bereits hochdotiert: Es erspielte sich u. a. 2016 den 1. Preis beim ARD-Musikwettbewerb in München. Im Rahmen seines Debüts in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker stellt es Zemlinskys epochales Zweites Streichquartett an das Ende eines Konzertprogramms, dessen Spannweite von der Wiener Klassik bis zur zeitgenössischen Musik reicht.

Quatuor Arod:

Jordan Victoria Violine

Alexandre Vu Violine

Tanguy Parisot Viola

Samy Rachid Violoncello

Joseph Haydn

Streichquartett Es-Dur Hob. III:80

Benjamin Attahir

Neues Werk für Streichquartett − Auftragswerk von ECHO Rising Stars und dem Bozar

Alexander Zemlinsky

Streichquartett Nr. 2 op. 15

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Di, 02. Okt 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie T

Programm

1871 in Wien geboren, 1942 im US-amerikanischen Exil verstorben, nahm Alexander Zemlinsky als Komponist und Pädagoge, bei dem u. a. Arnold Schönberg in die Lehre ging, die Position eines Vermittlers zwischen der Musik der Romantik und jener der klassischen Moderne ein. Der ab 1900 als Kapellmeister in Wien, später auch in Prag und – bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten – an der Berliner Krolloper tätige Zemlinsky schuf acht Opern, vier Symphonien sowie ein umfangreiches Œuvre an Liedern und Kammermusikwerken.

Sein 1918 in Wien aus der Taufe gehobenes Zweites Streichquartett op. 15 charakterisierte Anton Webern mit dem Begriff »Wende« und subsummierte damit schlagwortartig die entwicklungsgeschichtliche Bedeutung des Werks: Denn Zemlinskys in den Dienst eines auf die Spitze getriebenen Expressionismus’ gestellte Ökonomie der kompositorischen Mittel ließ Schönbergs drei Jahre später vollzogenen Schritt zur »Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen« nur folgerichtig erscheinen.

Das junge, 2013 gegründete französische Quatuor Arod, das u. a. bereits beim Verbier Festival und beim Septembre Musical de Montreux gefeiert wurde, stellt im Rahmen seines Debüts in Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker Zemlinskys epochales Zweites Streichquartett an das Ende eines Konzertprogramms, dessen Spannweite von einem idealtypischen Werk aus der Feder des Begründers der Gattung, Joseph Haydn, bis hin zur Präsentation einer vor kurzen entstandenen Streichquartettkomposition des 1989 in Toulouse geborenen Benjamin Attahir reicht.

Quatuor Arod (Foto: Verena Chen)