Matthias Goerne (Foto: Marco Borggreve)

Kammermusik

Liederabend mit Matthias Goerne und Daniil Trifonov

Als Liedbegleiter ist Daniil Trifonov, in dieser Saison Artist in Residence der Berliner Philharmoniker, nicht oft zu erleben. Dass der Starpianist jedoch auch diese Aufgabe bravourös beherrscht, zeigt er in einem gemeinsamen Liedprogramm mit dem Bariton Matthias Goerne, das das Duo bereits u. a. bei den Salzburger Festspielen und in der Carnegie Hall aufführte. Die ausgewählten Stücke von Alban Berg, Hugo Wolf, Robert Schumann, Dmitri Schostakowitsch und Johannes Brahms sind allerdings nichts für schwache Nerven: Es geht um Schmerz, Verzweiflung, unerfüllte Liebe und Todessehnsucht.

Matthias Goerne Bariton

Daniil Trifonov Klavier

Alban Berg

Vier Gesänge op. 2

Robert Schumann

Dichterliebe op. 48

Hugo Wolf

Drei Michelangelo-Lieder

Dmitri Schostakowitsch

Suite auf Verse von Michelangelo Buonarroti op. 145: Nr. 6 Dante

Dmitri Schostakowitsch

Suite auf Verse von Michelangelo Buonarroti op. 145: Nr. 10 Tod

Dmitri Schostakowitsch

Suite auf Verse von Michelangelo Buonarroti op. 145: Nr. 9 Nacht

Johannes Brahms

Vier ernste Gesänge op. 121

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 06. Jan 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie V

Programm

Als Liedbegleiter ist Daniil Trifonov, in dieser Saison Artist in Residence der Berliner Philharmoniker, nicht oft zu erleben. Dass der Starpianist jedoch auch diese Aufgabe bravourös beherrscht, zeigt er in einem gemeinsamen Liedprogramm mit dem Bariton Matthias Goerne. »Goernes kraftvolle stimmliche Statur […] bot den mächtigen Widerpart zu Trifonovs wandlungsfähiger Eleganz. Eine Sternstunde mit zwei starken Individualisten, die im besten Sinne traumwandlerisch interagierten«, lobte der Spiegel das ungewöhnliche Duo, das bereits u. a. bei den Salzburger Festspielen und in der Carnegie Hall zu erleben war. Das Programm ist allerdings nichts für schwache Nerven: Es geht um Schmerz, Verzweiflung, unerfüllte Liebe und Todessehnsucht.

Die Vier Lieder op. 2 nach Gedichten von Friedrich Hebbel und Alfred Mombert, die der 25-jährige Alban Berg während seiner Studienzeit bei Arnold Schönberg schrieb, besingen den Schlaf – als Metapher für den Tod. Kongenial gelingt es dem jungen Komponisten, der in diesem Werk bereits die Grenzen der Tonalität sprengt, Musik und Text zu einer stimmigen Einheit zu verschmelzen. Um den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens kreisen auch die Vier ernsten Gesänge, in denen Johannes Brahms, das eigene Ende ahnend, Texte aus dem Alten Testament vertonte. Zwischen diesen Programmpunkten führen Matthias Goerne und Daniil Trifonov Robert Schumanns Dichterliebe auf, jenen Zyklus, der als einer der wichtigsten Beiträge zum romantischen Kunstlied gilt und das schmerzvolle Erleben einer nicht erwiderten Liebe beschreibt. Außerdem interpretieren sie Lieder von Hugo Wolf und Dmitri Schostakowitsch. Beide Komponisten verwendeten in ihren Werken Verse eines Dichters, den man eher als Bildhauer kennt: Michelangelo Buonarroti, der in seinen Zeilen eine ganz eigene Sicht auf die Liebe, das Leben und den Tod vermittelt.

Matthias Goerne (Foto: Marco Borggreve)

Daniil Trifonov (Foto: Dario Acosta)