Patricia Kopatchinskaja (Foto: Marco Borggreve)

Philharmonie »Late Night«

»Late Night« mit Patricia Kopatchinskaja

Die geheimnisvoll-expressionistischen Miniaturen von Arnold Schönbergs Zyklus Pierrot lunaire sind wie gemacht für ein Late Night-Konzert. Die wunderbare, experimentierfreudige Geigerin Patricia Kopatchinskaja übernimmt an diesem Abend nicht nur den Violinpart, sondern rezitiert auch die Gedichte, die dem Werk zugrunde liegen. Ebenfalls zu hören: Walzer von Johann Strauß (Sohn) in Arrangements von Arnold Schönberg und Anton Webern.

Patricia Kopatchinskaja Violine und Rezitation

Tamara Stefanovich Klavier

Daniel Stabrawa Violine

Naoko Shimizu Viola

Christian Quandt Violoncello

Egor Egorkin Flöte

Manfred Preis Klarinette

George Enescu

Ménétrier, Nr. 1 aus Impressions dʼenfance op. 28

Arnold Schönberg

Pierrot lunaire op. 21, I. Teil

Johann Strauß (Sohn)

Kaiserwalzer op. 437 (Bearbeitung für Kammerensemble von Arnold Schönberg)

Arnold Schönberg

Arnold Schönberg

Pierrot lunaire op. 21, II. Teil

Johann Strauß (Sohn)

Schatzwalzer op. 418 (Arrangement für Streichquartett, Klavier und Harmonium von Anton Webern)

Anton Webern

Arnold Schönberg

Pierrot lunaire op. 21, III. Teil

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Sa, 09. Mär 2019, 22:00 Uhr

Philharmonie

Live in der Digital Concert Hall zur Übertragung

Programm

»Ich habe den Pierrot oft als Geigerin gespielt«, schreibt Patricia Kopatchinskaja auf ihrer Website. »Aber ich sehnte mich immer danach, einmal auch den Sprech- bzw. Gesangspart zu machen.« Die Rede ist von Arnold Schönbergs Melodram Pierrot lunaire, dessen öffentliche Uraufführung am 16. Oktober 1912 in Berlin stattfand und zu einem Triumph wurde: »Schönberg und die Aufführenden«, berichtete Anton Webern, »mußten oft und oft kommen, vor allem natürlich Schönberg; man schrie im Saal nach ihm immer wieder.«

In einer Zeit, in der Patricia Kopatchinskaja aufgrund einer Armverletzung weniger üben konnte, begann die moldawisch-stämmige Violinvirtuosin »unter professioneller Anleitung von Esther de Bros« Pierrots Sprechgesang zu studieren. »Nach einjähriger Arbeit«, so die Virtuosin, »habe ich im Oktober 2017 mit Musikern des Utah Symphony und Thierry Fischer den Schritt gewagt – in der abenteuerlichen Umgebung des Sky-Nachtklubs in Salt Lake City.«

Nun wird Patricia Kopatchinskaja Schönbergs expressionistisch geschärfte Miniaturen auch im Rahmen dieser philharmonischen Late Night präsentieren, gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmonikern und Gästen. Ebenfalls in diesem Konzert zu hören: Walzer von Johann Strauß (Sohn) in Arrangements von Arnold Schönberg und Anton Webern, welche in einem legendären Konzert des »Vereins für musikalische Privataufführungen« am 27. Mai 1921 Premiere hatten. Nicht nur die Kuriosität des stilistischen Gegensatzes, sondern auch Schönbergs humorvolle Conference hatten damals zum Erfolg dieses Abends wesentlich beigetragen.

Patricia Kopatchinskaja (Foto: Marco Borggreve)