Philharmonia Quartett (Foto: Stefan Röhl)

Kammermusik

Philharmonia Quartett:

Daniel Stabrawa 1. Violine

Christian Stadelmann 2. Violine

Neithard Resa Viola

Dietmar Schwalke Violoncello

Karol Szymanowski

Streichquartett Nr. 2 op. 56

Ludwig van Beethoven

Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6

Leoš Janáček

Streichquartett Nr. 2 »Intime Briefe«

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 31. Mär 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie T

Programm

Sie sind im wahrsten Sinn des Wortes ein eingespieltes Team – nicht nur als Orchesterkollegen, sondern auch als Kammermusikpartner. Das aus vier philharmonischen Streichern bestehende Philharmonia Quartett besticht durch eine unverwechselbare Klangkultur: Sein Markenzeichen ist jener nuancenreiche und dennoch homogene Klang, an dem die Musiker seit fast 35 Jahren immer wieder feilen und polieren. Die ausgewogene Balance zwischen Individualität und Ensemblegeist bilde – so die Musiker – eine Säule des künstlerischen Erfolgs. Die andere sei die Kontinuität in der Zusammenarbeit. »Es gibt so eine Art unerklärliche Gemeinsamkeit, eine gemeinsame Ensemblesprache, die sich mit der Zeit einstellt.«

Was das Philharmonia Quartett noch auszeichnet: Sein Faible für ungewöhnliche Programmzusammenstellungen. An diesem Abend präsentiert es zwei Meilensteine der modernen Quartettliteratur. Das Zweite Streichquartett von Karol Szymanowski aus dem Jahr 1927 bedient zwar in seinem formalen Aufbau noch klassische Formprinzipien, aber hinsichtlich seiner expressiven Tonsprache mit den flirrenden Begleitstimmen, der avantgardistischen Harmonik und den Anklängen an polnische Volksmusik weist das Werk seinen Schöpfer deutlich als Komponisten des 20. Jahrhunderts aus. Ebenso wie Leoš Janáček, dessen fast zeitgleich entstandenes Streichquartett Nr. 2 – Intime Briefe – ein musikalisches Liebesbekenntnis an die 38 Jahre jüngere Kamilla Stösslova, der Muse seiner letzten Lebensjahre, abgibt – pathetisch, leidenschaftlich und hochemotional. Dazwischen erklingt das Sechste der Streichquartette op. 18 von Ludwig van Beethoven. Mit seinen Opus 18 versuchte sich der 30-jährige Komponist erstmals in der damals noch recht jungen Gattung des Streichquartetts. Noch nach seinem eigenen Stil suchend und sich an den Vorbildern von Haydn und Mozart orientierend, zeugen diese ersten Quartette bereits von Beethovens kompositorischer Meisterschaft.

Philharmonia Quartett (Foto: Stefan Röhl)