(Foto: Alessandro Cappone)

Kammermusik

Concerto Melante

Raimar Orlovsky Violine und Leitung

Ensemble Polyharmonique

Alexander Schneider Leitung

Biagio Marini

Passacaglia à 4 g-Moll für Streicher

Franz Tunder

»Dominus illuminatio mea« für Chor, Streicher und Basso continuo

Dietrich Becker

Sonata à 4 e-Moll für Streicher

Dieterich Buxtehude

»Herzlich lieb hab ich dich, o Herr«, Kantate für Chor, Streicher und Basso continuo BuxWV 41

Pietro Andrea Ziani

Sonata à 4 g-Moll für Streicher und Basso continuo Nr. 11

Antonio Cesti

Natura et quatuor elementa dolentia ad Sepulcrum Christi, Passionsoratorium für Chor, Streicher und Basso continuo Erste bekannte, vollständige Wiederaufführung

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mi, 20. Mär 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie R

Programm

2008 taten sich Mitglieder der Berliner Philharmoniker mit anerkannten Spezialisten aus dem Bereich der Alten Musik zusammen, um das Ensemble Concerto Melante zu gründen. Die Namensgebung enthielt bereits einen versteckten Hinweis darauf, wessen Kompositionen den Musikerinnen und Musikern besonders am Herzen lag: Denn niemand anderes als Georg Philipp Telemann würfelte einst die Buchstaben seines Nachnamens durcheinander, um so zu dem wohlklingenden, italienisch anmutenden Pseudonym »Melante« zu finden. Eine reines Telemann-Ensemble ist das Concerto Melante deshalb aber keineswegs! In Konzerten und auf Tonträgern hat die in wechselnden Besetzungen musizierende Formation nicht nur Kompositionen ihres Namensgebers neu zur Diskussion gestellt, sondern auch immer wieder Interpretationen von Werken zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts vorgestellt.

In diesem Konzert, für das sich das Concerto Melante mit dem international besetzten Vokalkollektiv Ensemble Polyharmonique zusammengeschlossen hat, wird neben Kompositionen der Barockkomponisten Biagio Marini, Franz Tunder, Dietrich Becker, Dieterich Buxtehude und Pietro Andrea Ziani ein seit Jahrhunderten nicht mehr aufgeführtes Werk seinem Archivschlaf entrissen: ein Passionsoratorium mit dem etwas sperrigen Titel Natura et quatuor elementa dolentia ad Sepulcrum Christi. Sein Komponist Antonio Cesti war u. a. in Venedig, Florenz, Innsbruck und Wien tätig und zählte im 17. Jahrhundert europaweit zu den erfolgreichsten und meist gespielten Opernkomponisten, schrieb als Mitglied des Franziskanerordens aber auch Musik für die Kirche.

(Foto: Alessandro Cappone)