(Foto: Peter Adamik)

Karajan-Akademie

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Ton Koopman Dirigent

Mathieu Dufour Flöte

Marion Ravot Harfe

Akademie V

Johann Sebastian Bach

Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur KV 299

Mathieu Dufour Flöte, Marion Ravot Harfe

Carl Philipp Emanuel Bach

Symphonie G-Dur Wq 183 Nr. 4

Joseph Haydn

Symphonie Nr. 98 B-Dur

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 03. Mär 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie KA

Programm

Die klanglich überaus reizvolle Kombination von Flöte und Harfe hat zahlreiche Komponisten gereizt – unter ihnen auch Wolfgang Amadeus Mozart. Dabei war er im Grunde alles andere als ein Freund der Flöte, wie wir aus einem Brief erfahren, den er im Februar 1778 aus Mannheim an seinen Vater schrieb: »Dann bin ich auch, wie sie wissen, gleich stuff wenn ich immer für ein instrument |: das ich nicht leiden kann :| schreiben soll.«

Die beiden Flötenkonzerte, an denen Mozart damals arbeitete, zeigten das Instrument indes von seiner schönsten Seite und geben Grund zu der Annahme, dass Mozart sich mit dem ungeliebten Instrument schnell versöhnte, sobald es von einem exzellenten, intonantionssicheren Musiker gespielt wurde. Das war auch der Fall, als er einen Monat später in Paris einen französischen Aristokraten kennenlernte, der – so berichtete Mozart seinem Vater diesmal – »unvergleichlich die flöte spiellt«. Da die Tochter des Grafen überdies »magnifique die Harpfe [sic!]« spielte, reifte in Mozart der Plan zu einem Werk für diese beiden Instrumente. Sein von französischem Esprit erfülltes Konzert für Flöte, Harfe und Orchester steht im Zentrum dieses von Ton Koopman geleiteten Konzerts der Karajan-Akademie; Solisten sind der philharmonische Soloflötist Mathieu Dufour und die französische Harfenistin Marion Ravot.

Am Beginn des abwechslungsreichen Programms steht Johann Sebastian Bachs Orchestersuite Nr. 2 mit der berühmten »Badinerie« als Schlusssatz; auch in diesem Werk spielt die Flöte eine quasi solistische Rolle. Nach der Pause kommen mit je einer Symphonie der Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel und Joseph Haydn zu Wort. War der eine mit seiner für die Zeit ungewohnt experimentellen Klangsprache einer der wesentlichen Wegbereiter der Klassik, gilt Haydn nicht zuletzt mit seinen 12 »Londoner Symphonien« als einer der Fixsterne dieser Epoche der Musikgeschichte. Eine davon, die Nr. 98 in seinem symphonischen Gesamtschaffen, erklingt zum Abschluss dieses facettenreichen Konzerts.

(Foto: Peter Adamik)