Scharoun Ensemble Berlin (Foto: Al Ghandtschi)

Kammermusik

35 Jahre Scharoun Ensemble Berlin

Das Scharoun Ensemble Berlin feiert mit diesem Jubiläumskonzert sein 35-jähriges Bestehen. Eingeleitet wird der Abend mit dem effektvollen Oktett, das der philharmonische Composer in Residence George Benjamin im Alter von 18 Jahren schrieb. Es folgen Arnold Schönbergs Zweites Streichquartett, in dessen viertem Satz noch eine Singstimme (Rinnat Moriah) hinzutritt, Sofia Gubaidulinas Hommage à T. S. Eliot, das auf Anregung von Gidon Kremer entstand, und die Uraufführung eines neuen Werks von Mark Andre.

Scharoun Ensemble Berlin

und Gäste

Rinnat Moriah Sopran

Composer in Residence

George Benjamin

Oktett für Flöte, Klarinette, Celesta, Schlagzeug und vier Streicher

Arnold Schönberg

Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10 mit Sopran-Solo op. 10

Rinnat Moriah Sopran

Mark Andre

Neues Werk Uraufführung Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit der Elbphilharmonie Hamburg

Sofia Gubaidulina

Hommage à T. S. Eliot für Sopran und Oktett

Rinnat Moriah Sopran

Dieses Konzert ist Teil einer dem Komponisten und Dirigenten George Benjamin gewidmeten Residency

der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin.

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Sa, 16. Feb 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie Q

Programm

Das Scharoun Ensemble Berlin, das mit innovativer Programmgestaltung, ausgefeilter Klangkultur und lebendigen Interpretationen zu den profiliertesten Kammermusikformationen Deutschlands zählt, feiert mit diesem Jubiläumskonzert sein 35-jähriges Bestehen. Eingeleitet wird der Abend mit dem effektvollen Oktett für gemischtes Kammerensemble, das der philharmonische Composer in Residence George Benjamin im Alter von 18 Jahren schrieb: »Mit den Skizzen begann ich wenige Monate nach dem Abschluss meines Studiums bei Olivier Messiaen« (Benjamin).

Es folgt Arnold Schönbergs Zweites Streichquartett, in dessen viertem Satz eine Singstimme (übernommen von der israelischen Sopranistin Rinnat Moriah) Stefan Georges berühmte Zeile »Ich fühle Luft von anderem Planeten« zu Gehör zu bringt. Schönberg selbst empfand diese visionäre Musik als »Loslösung von der Erdanziehung – das Emporschweben durch Wolken in immer dünnere Luft, das Vergessen aller Mühsal des Erdenlebens«.

Nach der Uraufführung eines neuen Werks des Lachenmann- und Grisey-Schülers Mark Andre endet der Abend mit Sofia Gubaidulinas Hommage à T. S. Eliot, das auf Anregung von Gidon Kremer entstand – in der (vorgegebenen) Besetzung von Schuberts berühmtem Oktett, wenngleich um eine Sopranstimme erweitert. Für die meist winterlichen Bilder aus Eliots zugrundeliegendem Gedichtzyklus Four Quartets, der um Momente wie Schuld, Ewigkeit und Freiheit kreist, schuf Gubaidulina eine pastellartige, meditative Musik, in der ein bewusstes Verstummen immer wieder von irisierenden Klangballungen abgelöst wird.

Scharoun Ensemble Berlin (Foto: Al Ghandtschi)

Rinnat Moriah (Foto: privat)