(Foto: Uwe Arens)

Kammermusik

Zweimal Bach mit der Akademie für Alte Musik Berlin

Nicht nur Johann Sebastian, sondern auch sein Cousin Johann Bernhard Bach beherrschte das Komponistenhandwerk vortrefflich. Die Akademie für Alte Musik Berlin – seit 1982 eine der ersten Adressen in Sachen historisch informierter Interpretation – stellt in diesem Konzert Werke beider barocker Meister gegenüber. Neben zwei Orchestersuiten von Johann Bernhard erklingen die Concerti für drei bzw. vier Cembali und Orchester, die Johann Sebastian in seinen Leipziger Jahren schrieb.

Akademie für Alte Musik Berlin

Georg Kallweit Violine und Leitung

Raphael Alpermann Cembalo

Michaela Hasselt Cembalo

Felice Venanzoni Cembalo

Petteri Pitko Cembalo

Johann Bernhard Bach

Orchestersuite Nr. 1 g-Moll

Johann Sebastian Bach

Konzert für drei Cembali, Streicher und Basso continuo C-Dur BWV 1064

Raphael Alpermann Cembalo, Michaela Hasselt Cembalo, Felice Venanzoni Cembalo, Petteri Pitko Cembalo

Johann Sebastian Bach

Konzert für drei Cembali, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1063

Raphael Alpermann Cembalo, Michaela Hasselt Cembalo, Felice Venanzoni Cembalo, Petteri Pitko Cembalo

Johann Bernhard Bach

Orchestersuite Nr. 2 G-Dur

Johann Sebastian Bach

Konzert für vier Cembali, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1065

Raphael Alpermann Cembalo, Michaela Hasselt Cembalo, Felice Venanzoni Cembalo, Petteri Pitko Cembalo

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mi, 10. Okt 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie R

Programm

Der 1676 in Erfurt geborene Johann Bernhard Bach, genannt »der Ältere«, war ein Cousin zweiten Grades von Johann Sebastian Bach und ist nicht zu verwechseln mit dessen im Jahre 1700 ebenfalls auf den Namen Johann Bernhard geborenem Neffen. Zu Studienzeiten kreuzten sich die Wege von Johann Bernhard und Johann Sebastian Bach in Weimar. Nach ersten Stationen als Organist in Erfurt und Magdeburg lebte er bis zu seinem Tod im Jahre 1749 dann in Eisenach, wo er als Nachfolger seines Onkels Johann Christoph Bach Organist an der Georgenkirche und Cembalist der Hofkapelle war.

Dass Johann Sebastian die Musik von Johann Bernhard geschätzt haben muss, geht daraus hervor, dass er in seiner Leipziger Zeit mit dem Collegium Musicum nachweislich Werke von diesem zur Aufführung brachte. Die meisten Kompositionen von Johann Bernhard gingen im Laufe der Jahrhunderte verloren; überliefert sind heute neben einigen Orgelwerken lediglich vier Orchestersuiten, die den Einfluss von Georg Philipp Telemann, dem Johann Bernhard Bach in Eisenach begegnet war, erahnen lassen.

Die Akademie für Alte Musik Berlin – seit 1982 eine der ersten Adressen in Sachen historisch informierter Interpretation und weltweit bekannt für ihren Forschergeist – stellt unter der Leitung ihres Konzertmeisters Georg Kallweit in diesem Konzert zwei Orchestersuiten von Johann Bernhard Bach zur Diskussion. Außerdem sind Concerti für drei bzw. vier Cembali und Orchester zu hören, die in Johann Sebastian Bachs Leipziger Jahren entstanden.

(Foto: Uwe Arens)