Götz Teutsch (Foto: Monika Rittershaus)

Kammermusik

Philharmonischer Salon

Die »Wikinger« in Deutschland

Im 19. Jahrhundert erhielten die meisten schwedischen, norwegischen, dänischen und finnischen Komponisten ihre musikalische Ausbildung im Ausland. Eine der wichtigsten Institutionen hierbei war das renommierte Leipziger Konservatorium, das u. a. Niels Gade und Edvard Grieg besuchten. Eine ähnlich bedeutende Rolle spielte auch Berlin, wohin es Franz Berwald und Jean Sibelius verschlug. Dieser Philharmonische Salon wandelt auf den Spuren der Nordländer. Unter dem Motto »Die ›Wikinger‹in Deutschland« liest Thomas Thieme Texte u. a. von Henrik Ibsen, Knut Hamsun und August Strindberg. Für die Musik sorgen Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Cordelia Höfer (Klavier).

Thomas Thieme Sprecher

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Bumjun Kim Violoncello, Anna Maria Filochowska Violine, Megumi Okaya Violine, Xingyuan Xu Viola

Cordelia Höfer Klavier

Götz Teutsch Programmgestaltung

Die »Wikinger« in Deutschland

Musik von Edvard Grieg, Jean Sibelius, Franz Berwald, Ole Bull, Felix Mendelssohn Bartholdy, Wilhelm Peterson-Berger, Wilhelm Stenhammar u. a.

Texte von August Strindberg, Greger Anderson, Hans von Bülow, Franz Berwald, Volker Tarnow, Adolf Paul, Marek Fiałek und Bo Wallner

Termine und Karten

So, 05. Mai 2019, 16:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 15:00 Uhr

Aboserie S

So, 12. Mai 2019, 16:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 15:00 Uhr

Aboserie S

Programm

Im 19. Jahrhundert wurde das skandinavische Musikleben lange Zeit von den stilistischen Einflüssen europäischer Musikzentren wie Wien, Paris, Leipzig oder Berlin beherrscht. Denn die meisten der schwedischen, norwegischen, dänischen und finnischen Komponisten erhielten ihre musikalische Ausbildung im Ausland. Eine der wichtigsten Institutionen hierbei war das renommierte Leipziger Konservatorium, das seit seiner Gründung auf Betreiben Felix Mendelssohn Bartholdys im Jahr 1843 zahlreiche angehende Tonkünstler aus den nordischen Ländern besuchten.

Zu ihnen zählten neben Niels Gade und Edvard Grieg auch Halfdan Kjerulf, Johan Severin Svendsen, Johan Halvorsen, Christian Sinding und Robert Kajanus. Eine ähnlich bedeutende Rolle spielte auch Berlin, wohin es Franz Berwald für mehr als 10 Jahre verschlug. Bei Heinrich Barth am Konservatorium der preußischen Musikmetropole schloss Wilhelm Stenhammar seine Pianistenausbildung ab. Jean Sibelius studierte hier bei Albert Becker, während Ture Rangström bei Hans Pfitzner in die Lehre ging. Alle stürzten sich enthusiastisch ins Leipziger bzw. Berliner Konzertleben, lernten unzählige neue Werke kennen, unternahmen Pilgerfahrten nach Bayreuth und – genossen die gastronomischen Angebote in vollen Zügen. Nicht zuletzt wegen ihrer Trinkfestigkeit wurden die skandinavischen Musikstudenten in den einschlägigen Etablissements auch als »Wikinger« bezeichnet.

In seinem Philharmonischen Salon lässt uns Götz Teutsch auf den Spuren der Nordländer wandeln. Unter dem Motto Die »Wikinger« in Deutschland liest Thomas Thieme Texte von Henrik Ibsen, Knut Hamsun, Herman Bang, August Strindberg und anderen. Stipendiaten der Kaajan-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Cordelia Höfer (Klavier) spielen Werke von Berwald, Sibelius, Stenhammar, Rangström, Gade und Grieg.

Götz Teutsch (Foto: Monika Rittershaus)