(Foto: Stephan Roehl)

Kammermusik

Kammermusik der Romantik mit dem Varian Fry Quartett

Das Varian Fry Quartett, benannt nach dem amerikanischen Journalisten und Freiheitskämpfer Varian Fry, besteht aus vier philharmonischen Streichern, die sich bereits als Stipendiaten der Karajan-Akademie zusammengefunden haben. Das Programm seines heutigen Konzerts bestreitet das Ensemble mit Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Es-Dur op. 44 Nr. 3, das dem Komponisten selbst »einige 100mal besser als die beiden andern« Werke seines Opus 44 gefiel, und dem Streichquintett C-Dur D 956, dem letzten und wohl bedeutendsten Kammermusikwerk von Franz Schubert.

Varian Fry Quartett:

Philipp Bohnen Violine

Marlene Ito Violine

Martin von der Nahmer Viola

Rachel Helleur-Simcock Violoncello

Bruno Delepelaire Violoncello

Felix Mendelssohn Bartholdy

Streichquartett Es-Dur op. 44 Nr. 3

Franz Schubert

Streichquintett C-Dur D 956

Bruno Delepelaire Violoncello

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Fr, 26. Apr 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie T

Programm

Das Varian Fry Quartett ist nach dem amerikanischen Journalisten und Freiheitskämpfer Varian Fry benannt, der im Zweiten Weltkrieg in Frankreich vielen Menschen die Flucht vor den Nationalsozialisten ermöglichte. Es wurde in der Spielzeit 2012/2013 von Philipp Bohnen und Marlene Ito (Violine), Martin von der Nahmer (Viola) sowie Rachel Helleur-Simcock (Violoncello) gegründet. Der Grundstein für diese junge Formation wurde allerdings bereits in der Spielzeit 2007/2008 gelegt: Damals fanden drei der vier Musiker noch als Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker zum Quartettspiel zusammen.

Mit Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Es-Dur op. 44 Nr. 3 widmet sich das Varian Fry Quartett einem überaus melodischen Werk, das dem Komponisten selbst »einige 100mal besser […] als die beiden andern« Werke seines Opus 44 gefiel. In ihm folgt auf einen dicht gearbeiteten Sonatenkopfsatz ein luftig-vorbeihuschendes »Elfen-Scherzo«, ein überaus poetisches Adagio sowie ein »feuriges« Finale, das mit seinen zahlreichen Anspielungen auf die anderen Sätze des Quartetts für einen krönenden Abschluss sorgt.

Anschließend steht mit dem Streichquintett C-Dur D 956 Franz Schuberts letztes und wohl bedeutendstes Kammermusikwerk auf dem Programm. Auffällig ist die Besetzung mit einem zweiten Violoncello, das – von der Bassfunktion befreit – in schönster Tenorlage melodisch zur Geltung kommt. Unterstützt wird das Varian Fry Quartett hierbei von Bruno Delepelaire, der ebenfalls Stipendiat der Karajan-Akademie war, bevor er 2013 1. Solocellist der Berliner Philharmoniker wurde.

(Foto: Stephan Roehl)