Goetz Teutsch (Foto: Monika Rittershaus)

Kammermusik

Philharmonischer Salon

Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke

Drei Jahrzehnte dauerte die Liebesfreundschaft zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke. Der Einfluss der faszinierenden Frau auf den Dichter kann kaum überschätzt werden. Die gemeinsamen Reisen nach Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeuteten für die gebürtige St. Petersburgerin eine Rückkehr in Heimat und Kindheit, für Rilke aber den schöpferischen Durchbruch. Der Philharmonische Salon wandelt literarisch und musikalisch auf den Spuren der beiden Liebenden.

Heikko Deutschmann Sprecher

Streichquartett der Staatskapelle Berlin

Cordelia Höfer Klavier

Götz Teutsch Programmgestaltung

Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke in Russland

Texte von Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Irmgard Hülsemann und Heimo Schwilk

Musik von Richard Strauss, Anton Webern, Sergej Rachmaninow, Sergej Tanejew, Alexander Borodin, Michail Glinka, Ludwig van Beethoven, Modest Mussorgsky und Peter Tschaikowsky

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 10. Feb 2019, 16:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 15:00 Uhr

Aboserie S

So, 17. Feb 2019, 16:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 15:00 Uhr

Aboserie S

Programm

Drei Jahrzehnte hat die Liebesfreundschaft zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke gedauert: 1897 trat die 36-Jährige in das Leben des mehr als zehn Jahre jüngeren Lyrikers, der damals noch nahezu unbekannt war. Mit ungewöhnlichem Weitblick erkannte die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren worden war, in dem bis dahin ziellosen Autor den künftigen Dichter der Duineser Elegien – der Einfluss von Lou Andreas-Salomé auf Rilke kann kaum überschätzt werden. Die gemeinsamen Reisen nach Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeuten für sie eine Rückkehr in Heimat und Kindheit, für Rilke aber den schöpferischen Durchbruch.

In den Briefen werden die Erinnerungen an diese Zeit – das Läuten der Kremlglocken in der Osternacht, der Segen einer alten russischen Bäuerin, ein Pferd auf einer sonnigen Wiese – immer wieder beschworen. Nach einem vierjährigen »totalen Ineinanderleben« kündigt Lou Andreas-Salomé das Liebesverhältnis auf und beide gelobten, nur in der Stunde der Not einander zu schreiben. Für Rilke kam diese schon im Sommer 1903; seine Zweifel, die ihn hinsichtlich der Veröffentlichung des Stundenbuchs quälten, wurde zum Anlass für ein erstes Wiedersehen.

Die Russland-Reisen der beiden Liebenden stehen im Fokus dieses Philharmonischen Salons. Heikko Deutschmann liest Texte von Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Boris Pasternak, Sofia Schill, Alexander Benois u. a. Für den musikalischen Rahmen sorgen der philharmonische Fagottist Stefan Schweigert, das Streichquartett der Staatskapelle Berlin sowie Cordelia Höfer (Klavier).

Goetz Teutsch (Foto: Monika Rittershaus)

Heikko Deutschmann (Foto: Mathias Bothor)