Musikfest Berlin

Orchestra MusicAeterna

Teodor Currentzis Dirigent

Julia Lezhneva Sopran

Catriona Morison Mezzosopran

Thomas Cooley Tenor

Tareq Nazmi Bass

Vitaly Polonsky Chor-Einstudierung

Thomas Tallis

»Spem in alium«

Alfred Schnittke

Drei geistliche Gesänge

Henry Purcell

»Hear my prayer, O Lord«

Alfred Schnittke

I, an expert in human passions, 2. Satz aus Konzert für Chor

Henry Purcell

»I will sing unto the Lord«

György Ligeti

»Lux aeterna«

Henry Purcell

»Remember not, Lord, our offences«

Alfred Schnittke

Konzert für Chor: 4. Satz »Complete this work which I began«

Wolfgang Amadeus Mozart

Requiem d-Moll KV 626

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

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Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Als Klassikrebell machte er Furore, mit seinem Orchester MusicAeterna erzeugt er das, was die Künste am Leben hält: Kontroversen. Die Laufbahn von Teodor Currentzis ist so ungewöhnlich wie ihre ästhetischen Resultate. Die Studien, die er in seiner Heimatstadt Athen begann, setzte er in St. Petersburg bei Ilja Musin, dem Doyen der russischen Dirigierschule, fort. Danach blieb er in Russland, übernahm als Generalmusikdirektor in Nowosibirsk faktisch die Verantwortung für den Kern des Musiklebens in der größten Stadt Sibiriens. Dort gründete er MusicAeterna mit doppelter Zielrichtung: historische Musik im Originalklang und Musik des 20. Jahrhunderts. Er nahm das Ensemble mit nach Perm, wo er seit 2011 amtiert, und führte es von dort zu einer erstaunlichen internationalen Karriere.

In seinem Musikfest-Programm treffen sich alte und neue Musik in Wolfgang Amadeus Mozart und seinem Requiem. Thomas Tallis’ achtchöriges, vierzigstimmiges Spem in alium und György Ligetis Lux aeterna bringen auf unterschiedliche Weise den Raum selbst zum Klingen und brechen dadurch seine Endlichkeit auf. Henry Purcell und Alfred Schnittke transzendieren liturgisch eingebundene Texte in die Sphäre der Kunst, Schnittkes Konzert für Chor nach Texten des alten armenischen Mystikers Gregor von Narek überspannt mit seiner Polystilistik die Zeiten von der Gregorianik bis zur Musik eines Ligeti oder Penderecki. Im Angesicht der Ewigkeit verflüchtigen sich die Grenzen zwischen dem, was war, dem, was ist, und dem, was sein kann.