Kammermusik

Mark Padmore Tenor

Ryan Wigglesworth Klavier

Allison Cook Mezzosopran

Mitglieder des Vocalconsort Berlin

Robert Schumann

Liederkreis op. 39

Ryan Wigglesworth

Echo and Narcissus für Tenor, Alt, drei Frauenstimmen und Klavier

Allison Cook Mezzosopran, Mitglieder des Vocalconsort Berlin

Leoš Janáček

Tagebuch eines Verschollenen, Liederzyklus für Tenor, Alt, Frauenchor und Klavier

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Zu diesem Konzert bringt Artist in Residence Mark Padmore zwei seiner Landsleute mit: die britische Mezzosopranistin Allison Cook, die nicht nur als Sängerin von Belcanto-Partien Vincenzo Bellinis und Gioacchino Rossinis, sondern auch als Interpretin zeitgenössischer Werke von sich reden macht, sowie Ryan Wigglesworth. Der Komponist, Dirigent und Pianist gehört seit der Uraufführung seines Orchesterwerks Sternenfall 2008 zu den führenden Musikerpersönlichkeiten seiner Generation. Mit Mark Padmore verbindet ihn eine mehrjährige künstlerische Freundschaft: »Er ist, wie ich es nenne, ein authentischer Sänger. Er ist nicht künstlich. Was man hört und sieht, bekommt man auch – es steht nichts zwischen ihm und dem Hörer«, meinte Ryan Wigglesworth in einem Interview, dass er anlässlich seines Dirigentendebüts beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gab. Zusammen mit Sängerinnen des Vocalconsort Berlin führen die drei Künstler erstmals in Deutschland Wigglesworth Kantate Echo and Narcissus auf. Schon zu Schulzeiten faszinierte den Komponisten die unglückliche Liebesgeschichte der Nymphe Echo zu dem nur in sein Spiegelbild vernarrten Narziss, die der antike Dichter Ovid in seinen berühmten Metamorphosen besingt. In der Adaption von Ted Hughes Tales from Ovid fand Wigglesworth schließlich die ideale Textvorlage, die er für Tenor, Alt, drei Frauenstimmen und Klavier vertonte, eine Besetzung, zu der ihn Leoš Janáčeks Tagebuch eines Verschollenen inspirierte. Auch in diesem Werk geht es um eine ungewöhnliche – und wahrscheinlich wahre – Liebesgeschichte. Ein junger Bauernsohn verschwindet und hinterlässt ein Tagebuch, das in Gedichtform den Grund seines Weggehens beschreibt. Er hatte sich unsterblich in eine »Zigeunerin« verliebt, die von ihm schwanger wurde. Er entschließt sich, von zu Hause fortzugehen und sein Leben mit der Geliebten zu teilen. Janáček war davon so berührt, dass er die Gedichte in einem Liederzyklus vertonte. Eröffnet wird das Programm von einem Klassiker des romantischen Liedgesangs: Robert Schumanns Liederkreis op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff.

(Foto: Marco Borggreve)