(Foto: Federico Fellini)

Musikfest Berlin

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Vladimir Jurowski Dirigent

Christian Tetzlaff Violine

Max Hopp Sprecher (Fučík)

Sven Philipp Sprecher (Offizier)

Antrittskonzert von Vladimir Jurowski

Isang Yun

Dimensionen für großes Orchester mit Soloorgel

Arnold Schönberg

Konzert für Violine und Orchester op. 36

Christian Tetzlaff Violine

Luigi Nono

Julius Fučík für zwei Rezitatoren und Orchester

Max Hopp Sprecher (Fučík), Sven Philipp Sprecher (Offizier)

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 mit Orchesterretuschen von Gustav Mahler

Eine Veranstaltung des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

So, 17. Sep 2017, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 18:45 Uhr

Online Verkauf

Veranstalter/Kartenverkauf

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Abonnement- und Kartenbüro
Charlottenstraße 56
10117 Berlin

Tel: +49 (30) 20 29 87 15

Fax: +49 (30) 20 29 87 29

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Programm

Der Auftakt weckt Erwartungen. Vladimir Jurowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin kennen sich von gemeinsamen Projekten. Im Musikfest-Konzert aber tritt der 45-Jährige erstmals als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter ans Pult des Orchesters. Sein Credo: Musik stellt Ansprüche. Den ersten Teil grundiert das, was Boris Schwartz die Signatur des 20. Jahrhunderts nannte: das Drama von Flucht, Exil und die Frage nach dem Ort der Kunst; die Emphase des Aufbruchs in Beethovens bekanntester »Volksrede an die Menschheit« (Th. W. Adorno) beschließt das Konzert. Internationale Proteste sorgten dafür, dass Isang Yun nach Entführung und Inhaftierung durch den südkoreanischen Geheimdienst wieder in Freiheit kam. Er wählte Berlin als Basis seines Wirkens. Taoistische Weltschau bildet das Programm der Dimensionen in denen er »das Prinzip der Bewegtheit in Unbewegtheit zu gestalten, den lebendigen, individuellen Mikrokosmos dem gleichbleibenden, allgemeingültigen Makrokosmos eingliedern« wollte (H. Kunz). Arnold Schönbergs Violinkonzert, eine Antwort auf das letzte Werk seines Schülers Alban Berg, war seine erste große Komposition im amerikanischen Exil. Luigi Nono zog für sein Oratorium Julius Fučik, von dem er nur den ersten Teil vollendete, Texte des tschechischen Widerstandskämpfers heran, der 1943 von den Nationalsozialisten ermordet wurde; seine Reportagen unter dem Strang geschrieben galten als antifaschistische Pflichtlektüre. Auszüge aus ihnen werden in die Musik gesprochen. Das Thema und der Dichter begleiteten Nono bis weit in die 1960er-Jahre.

(Foto: Federico Fellini)