(Foto: Manfred Esser)

Kammermusik

Kammermusik für Streicher und Klavier

Das Auryn Quartett entführt in die Kammermusik der Wiener Klassik und Romantik

Auryn Quartett Streichquartett

Alexander Lonquich Klavier

Carolin Widmann Violine

Ludwig van Beethoven

Streichquartett f-Moll op. 95

Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierquartett g-Moll KV 478

Alexander Lonquich Klavier

Ernest Chausson

Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett D-Dur op. 21

Carolin Widmann Violine, Alexander Lonquich Klavier

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Seinen Namen verdankt das Auryn-Quartett einem magischen Amulett, das seinem Träger Inspiration verleiht und ihm hilft, den Weg seiner Wünsche zu gehen: Dem Auryn aus Michael Endes Unendlicher Geschichte, auf dessen Rückseite der Leitspruch »Tu was du willst!« eingraviert ist. Seit seiner Gründung im Jahr 1981 ist das Ensemble längst in die Spitzengruppe der internationalen Quartettszene aufgerückt: mit einem homogenen Ensembleklang, bei dem Transparenz, Trennschärfe und Individualität der Stimmen keinesfalls vernachlässigt werden. Zu Beginn dieses Konzerts widmet sich das Auryn-Quartett dem bekenntnishaften Streichquartett f-Moll op. 95, das Beethoven komponierte, nachdem sein Heiratsantrag von Therese Malfatti abgewiesen wurde.

Anschließend folgt Mozarts g-Moll-Klavierquartett KV 478, das bisweilen Züge eines Klavierkonzerts »en miniature« annimmt: Bereits die einprägsame Kopfsatzeinleitung lässt mit einem charakteristischen Dialog zwischen Tutti und Solo sofort die spannungsreiche Dramatik eines Konzertsatzes entstehen. Den Klavierpart übernimmt Alexander Lonquich, der heute als Solist, Kammermusiker und Dirigent zu den bedeutendsten Interpreten seiner Generation gehört.

Abgerundet wird der Abend mit Ernest Chaussons Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett D-Dur op. 21, das für den belgischen Violinvirtuosen Eugène Ysaÿe entstand. Das viel zu selten zu hörende Werk steht in der Tradition des barocken Concerto grosso und ermöglicht in einer nahezu einzigartigen Instrumentierung eine Vielzahl wirkungsvoller Klangkombinationen: vom Duett zwischen Klavier und Violine über Klavierquintett- oder Sextettpassagen bis hin zu quasi orchestraler Klangfülle. Solistin ist die 1976 in München geborene Geigerin Caroline Widmann, die als Neue-Musik-Expertin stets darum bemüht ist, das Historische im Modernen zu spiegeln und vice versa: »Man kann das Alte nur verstehen, wenn man das Neue versteht und umgekehrt. Das ist wie mit dem Sinn für Geschichte: Ich kann doch das Heute nur durch das Gestern verstehen.«

(Foto: Manfred Esser)