Kammermusik

Daishin Kashimoto Violine

Maja Avramovic Violine

Joaquín Riquelme García Viola

Stephan Koncz Violoncello

Emmanuel Pahud Flöte

Andreas Ottensamer Klarinette

Wolfgang Amadeus Mozart

Flötenquartett D-Dur KV 285

Antonín Dvořák

Streichquartett F-Dur op. 96 »Amerikanisches Quartett« (Bearbeitung für Flöte, Violine, Viola und Violoncello von Stephan Koncz)

Stephan Koncz

Paraphrase über Mozarts Oper Mitridate, re di Ponto KV 87 für Flöte, Klarinette und Streicher

Heitor Villa-Lobos

Chôros Nr. 2 für Flöte und Klarinette

Carl Maria von Weber

Klarinettenquintett B-Dur op. 34

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mi, 13. Jun 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal

Aboserie Sonderkonzert Kammermusik

Programm

Das »Amerikanische« Streichquartett gehört zu den bekanntesten Kammermusikwerken Antonín Dvořáks. Es ist ein heiteres und gelöstes Werk in der Pastoraltonart F-Dur, mit dem der Komponist erklärtermaßen die Traditionslinie des klassischen Streichquartetts fortsetzen wollte: »Als ich dieses Quartett […] schrieb«, so Dvořák, »wollte ich einmal etwas ganz Melodisches und Einfaches niederschreiben, und immerfort hatte ich Väterchen Haydn vor Augen, und deshalb ist es im Geist so einheitlich ausgefallen.« Cellist Stephan Koncz hat Dvořáks Geniestreich für Flöte, Violine, Viola und Violoncello arrangiert, sodass sein philharmonischer Kollege Emmanuel Pahud in diesem Konzert in die Rolle eines Streichquartett-Primarius schlüpfen kann.

Zuvor steht Wolfgang Amadeus Mozarts Flötenquartett D-Dur KV 285 auf dem Programm – ein inniges und melodisches Werk, dessen Mittelsatz zu keinem wirklichen Abschluss findet, sondern direkt zum finalen Rondo überleitet, in dem ein wahres melodisches Feuerwerk gezündet wird. Weiter an diesem Abend vertreten: eine Opernparaphrase aus Mozarts Oper Mitridate, re di Ponto für Flöte, Klarinette und Streicher, erneut aus der Feder von Stephan Koncz. Das Bühnenwerk, Mozarts erste Opera seria voller ergreifender Verzweiflungsszenen, pathetischen Abschieden und furiosen Zornesausbrüchen, hatte am 26. Dezember 1770 in Mailand Premiere und wurde etwa 20 Mal vor vollem Haus wiederholt: »Die Opera unseres Sohnes«, schrieb Leopold Mozart nicht ohne Stolz am 5. Januar 1771 nach Salzburg, »gehet mit allgemeinen Beyfall forth […].«

Mehr als 150 Jahre später entstand Heitor Villa-Lobos’ Chôros Nr. 2 für Flöte und Klarinette, das mit seinen unablässig wechselnden Taktarten und verschiedenen Rhythmen, die gleichzeitig erklingen, wie eine spontane Improvisation wirkt. Abgerundet wird der abwechslungsreiche Abend mit Carl Maria von Webers vor Vitalität nur so strotzendem Klarinettenquintett op. 34, in dem die von Andreas Ottensamer gespielte Klarinettenstimme mit brillanten, koloraturartigen und weit gespannten Läufen klar im Mittelpunkt steht.

(Foto: Sebastian Hänel)