Kammermusik

Lang Lang Klavier

Claude Debussy

Ballade

Franz Liszt

Klaviersonate h-Moll

Isaac Albéniz

Suite española Nr. 1 op. 47 (Auszüge)

Enrique Granados

Aus Goyescas, Suite für Klavier op. 11: Nr. 3 El Fandango del Candil und Nr. 4 Quejas o la Maja y el Ruiseñor

Manuel de Falla

Aus El amor brujo, Suite für Klavier nach dem gleichnamigen Ballett: Nr. 4 Danza ritual del fuego

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mo, 09. Apr 2018, 20:00 Uhr

Philharmonie

Aboserie Sonderkonzert Kammermusik

Programm

Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 war der Funke, der das außergewöhnliche pianistische Talent von Lang Lang bereits im zarten Alter von zwei Jahren entfachte. Auf sein Drängen hin von den Eltern zum Klavierunterricht angemeldet, erhielt er schon drei Jahre später eine erste Auszeichnung für sein Klavierspiel; mit elf Jahren gewann er dann bereits seinen ersten internationalen Wettbewerb. Noch während des Studiums am Curtis Institut in Philadelphia gelang ihm der endgültige künstlerische Durchbruch, als er 1999 beim Ravinia Festival als Einspringer das Erste Klavierkonzert von Peter Tschaikowsky spielte. Der Rest ist mittlerweile Geschichte: Namhafte Dirigenten, Orchester und Konzertveranstalter, aber auch die Tonträgerindustrie rissen sich förmlich um den 1982 geborenen Pianisten, dessen weltumspannende, von enormer medialer Präsenz begleitete Blitzkarriere ihresgleichen sucht. Seitdem er in der Spielzeit 2009/2010 Pianist in Residence bei den Berliner Philharmonikern war, verbindet Lang Lang, der sich immer wieder auch für Projekte des Education-Programms und der Karajan-Akademie des Orchesters eingesetzt hat, eine enge künstlerische Freundschaft mit den Musikern. In das Zentrum seines Klavierabends stellt er mit der einzigen Klaviersonate von Liszt eine technisch und musikalisch überaus anspruchsvolle Komposition. Wie auch in seinen Symphonischen Dichtungen hat Liszt in diesem Werk die klassische Mehrsätzigkeit zugunsten einer unterschiedliche Satzcharaktere in sich vereinenden durchkomponierten Großform aufgegeben. Einen interpretatorischen Bogen von der mysteriös-verhangenen Einleitung über zum Teil knallige Motiverfindungen, lyrische Ruhepunkte sowie eine kontrapunktisch und pianistisch gleichermaßen effektvolle Fugatopassage bis hin zu der auf die Anfangstakte Bezug nehmende Schlusswendung zu spannen, ist eine Herausforderung, die wie geschaffen ist für den chinesischen Ausnahmepianisten. Als musikalischen Rahmen für Liszts Klaviersonate hat Lang Lang Werke von Claude Debussy und drei spanischen Komponisten gewählt.

(c) Robert Ascroft/Sony Classical