Die Junge Deutsche Philharmonie mit David Afkham und Steve Isserlis

Ein herrliches französisches Programm präsentiert die Junge Deutsche Philharmonie mit Dirigent David Afkham. Neben Berlioz’ berühmter Symphonie fantastique interpretieren die Musiker – Studierende deutscher Musikhochschulen – zwei weniger bekannte Kostbarkeiten: Messiaens’ meditatives Les Offrandes oubliées und die sublimen Klanglandschaften in Dutilleux’ Cellokonzert Tout un monde lointain ... mit dem hochgeachteten Steven Isserlis als Solist.

Junge Deutsche Philharmonie

David Afkham Dirigent

Sir Steven Isserlis Violoncello

Olivier Messiaen

Les Offrandes oubliées, Méditation symphonique pour orchestre

Henri Dutilleux

Tout un monde lointain ..., Konzert für Violoncello und Orchester

Sir Steven Isserlis Violoncello

Hector Berlioz

Symphonie fantastique op. 14

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Im Alter von 18 bis 28 Jahren sind sie sind die Orchesterprofis von morgen: die ambitionierten, Musikerinnen und Musiker der Jungen Deutschen Philharmonie, die gemeinsam einen Klangkörper von höchsten künstlerischen Ansprüchen bilden. Seit der Gründung 1974 wurde nur die Crème de la Crème des bundesdeutschen Nachwuchses in die Reihen des Orchester aufgenommen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, weshalb das Ensemble und die Berliner Philharmoniker auch eine lange musikalische Partnerschaft verbindet: Jahr für Jahr präsentiert sich die Nachwuchsformation schon seit langem in den philharmonischen Konzerten. Dieses Mal steht David Afkham am Pult, Spross einer Musikerfamilie (sein Bruder Micha spielt seit 2004 in der Bratschengruppe der Berliner Philharmoniker) und gegenwärtig Chefdirigent des Spanischen Nationalorchesters und Chors. Eingeleitet wird der Abend mit Olivier Messiaens Les Offrandes oubliées, einem vielfarbigen Frühwerk, das in die Abschnitte »Das Kreuz«, »Die Sünde« und »Die Eucharistie« gegliedert ist und in höchster Verklärung endet: »Das Kreuz und die Eucharistie sind die göttlichen Opfer […]« (Messiaen). Nach Messiaens symphonischer Orchestermeditation steht das Cellokonzert Tout un monde lointain von Henri Dutilleux auf dem Programm – ein Werk, das bei seiner am 25. Juli 1970 erfolgten Uraufführung beim Festival in Aix-en-Provence mit Mstislaw Rostropowitsch als Solisten wiederholt werden musste. Solist dieses Abends ist kein Geringerer als Steven Isserlis, der auf seinem »Marquis de Corberon«-Violoncello von 1726 aus der Werkstatt Antonio Stradivaris ungeahnte Klänge hervorzuzaubern weiß. Symphonisches Hauptwerk des Konzerts ist die geisterhaft-dämonische Symphonie fantastique von Hector Berlioz. Als »Conte fantastique« handelt sie von der Vorstellungswelt eines imaginären Musikers, der sich »in einem Anfalle von verliebter Verzweiflung« (Berlioz) mit Opium vergiftet hat. Am Ende steht ein wilder Hexensabbat, in dem es weit turbulenter zugeht, als noch zehn Jahre zuvor in Carl Maria von Webers »Wolfsschlucht«.

(Foto: Achim Reissner)