Karajan Akademie (Foto: Tim Deussen)

Karajan-Akademie

Die Karajan-Akademie zu Gast bei Esterházy

Die Familie Esterházy war nicht nur eines der bedeutendsten und einflussreichsten Fürstengeschlechter der österreich-ungarischen Monarchie, sondern auch ein wichtiger Kunstmäzen. So verdankt Joseph Haydn einen großen Teil seiner kompositorischen Entwicklung den idealen künstlerischen Bedingungen, die ihm der langjährige Dienst am Hof der Esterházys bot. Auch Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert profitierten von der Musikbegeisterung des Fürstenhauses. Alle drei Komponisten stehen auf dem Programm des Konzerts der Karajan-Akademie, das den Titel Zu Gast bei Esterházy trägt. Die Leitung hat der Haydn-Spezialist Marc Minkowski.

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Marc Minkowski Dirigent

Akademie IV − Zu Gast bei Esterházy

Franz Schubert

Symphonie Nr. 1 D-Dur D 82

Joseph Haydn

Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur Hob. VIIe:1

Wolfgang Amadeus Mozart

Symphonie Nr. 33 B-Dur KV 319

Ein Konzert in Zusammenarbeit mit der Esterházy Privatstiftung – Wiederholung des Programms im Schloss Esterházy am 28. April 2018

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Fr, 09. Mär 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie KA

Veranstalter/Kartenverkauf

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.

Herbert-von-Karajan-Straße 1

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Programm

Der Name Esterházy ist in Musikkreisen untrennbar mit dem Komponisten Joseph Haydn verbunden, der mehr als 40 Jahre im Dienst dieses Fürstenhauses stand. Wie vorteilhaft sich das Dienstverhältnis auf seine künstlerische Entwicklung auswirkte, beschreibt Haydn mit den folgenden Worten: »Mein Fürst war mit allen meinen Arbeiten zufrieden, ich erhielt Beyfall, ich konnte als Chef eines Orchesters Versuche machen, beobachten, was den Eindruck hervorbringt, und was ihn schwächt, also verbessern, zusetzen, wegschneiden, wagen. Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selber irre machen und quälen, und so musste ich original werden.« Der Hof der Esterházys in Eisenstadt und auf Schloss Eszterháza – ein musikalisches Experimentallabor, in dem ein kongenialer Komponist zukunftsweisende Formen und Gattungen entwickelte. Weniger im Bewusstsein ist jedoch, dass nahezu alle großen Komponisten Wiens in Kontakt zu den kunstliebenden Mitgliedern des Hauses Esterházy standen. Wolfgang Amadeus Mozart beispielsweise spielte regelmäßig im Wiener Palais der Esterházys und Franz Schubert stand kurzfristig als Sing- und Klaviermeister im Dienst von Johann Carl Esterházy.

Werke der drei genannten Komponisten bilden das Programm dieses Konzerts, das in Zusammenarbeit mit der Esterházy Privatstiftung und unter der Leitung von Marc Minkowski stattfindet. Eröffnet wird der Abend mit der Ersten Symphonie von Franz Schubert, die der Komponist 1813 im Alter von 16 Jahren schrieb und die sich unverkennbar an der Musik von Mozart und Beethoven orientiert. 17 Jahre zuvor kreierte Joseph Haydn sein Trompetenkonzert für den Wiener Hoftrompeter Anton Weidinger. Dieser hatte gerade die Klappentrompete erfunden, die es dem Spieler ermöglichte, auf dem Instrument nicht nur Natur-, sondern auch chromatische Töne zu realisieren. Haydn stellt in seinem Konzert in humorvoller Weise die musikalischen Möglichkeiten der Natur- und der neuartigen Klappentrompete einander gegenüber. Den Abschluss bildet die Symphonie Nr. 33 von Wolfgang Amadeus Mozart, die sich durch eine relativ kleine Besetzung und eine kammermusikalische Haltung auszeichnet.

Karajan Akademie (Foto: Tim Deussen)