(Foto: Mathias Bothor/DG)

Kammermusik

Maurizio Pollini Klavier

Das Programm wird noch bekannt gegeben.

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Programm

Maurizio Pollini kann auf eine lange und beeindruckende Karriere zurückblicken: 1942 in eine Mailänder Künstlerfamilie hineingeboren, studierte er am Konservatorium seiner Heimatstadt Klavier, Komposition und Dirigieren. Nach frühen Wettbewerbserfolgen in Genf und Seregno gewann er dann 1960 den ersten Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau und debütierte in einem von Sergiu Celibidache dirigierten Konzert an der Mailänder Scala als Solist mit Chopins Erstem Klavierkonzert. Ein Paukenschlag! Denn das Klavierspiel des Italieners, das schon immer auf die Klarheit der Strukturen ausgerichtet war – auf das gleichmäßige Ausleuchten des Notentextes, was makellose technische Präzision verlangt –, sorgte ebenso für Furore wie sein unerhört weicher Anschlag mit betörend sensibler Tongebung. Dennoch setzte der vielseitig interessierte Musiker seine Ausbildung als Meisterschüler von Arturo Benedetti Michelangeli fort.

Bis heute scheint ihn die belastende Erkenntnis zu verfolgen, dass ein selbstkritischer Künstler sein ganzes Leben lang mit den Meisterwerken der Klavierliteratur zubringen kann, ohne je das Gefühl zu haben, sie vollständig auszuleuchten. Seiner beispiellosen künstlerischen Laufbahn, die Pollini in die bedeutendsten Musikzentren in aller Welt und seit 1970 regelmäßig zu den Berliner Philharmonikern führte, hat das nicht geschadet – im Gegenteil, gehört das demütige Zurücktreten hinter das Werk doch sonst nicht unbedingt zu den vordringlichsten Charaktereigenschaften von Weltklassepianisten.

Zu seinen Hausgöttern zählt neben Beethoven, Schumann, Debussy und Liszt auch Chopin, den er mal als seinen eigentlichen Herzenskomponisten bezeichnet hat. Als wichtiger künstlerischer Weggefährte der Berliner Philharmoniker ist Maurizio Pollini nun zu einem Recital im Großen Saal der Berliner Philharmonie zu Gast, wobei das Programm noch nicht feststeht. Nur soviel ist klar: »Wenn ich morgens aufwache und das Programm des Abends sehe«, so der Maestro, »möchte ich mich darauf freuen.«

(Foto: Mathias Bothor/DG)