András Schiff (Foto: Raphaël Faux-Rougemont)

Kammermusik

Klavierabend mit András Schiff II

András Schiff stellt in dieser Saison das Klavierwerk von Johannes Brahms in den Mittelpunkt seiner beiden Klavierabende. Im zweiten Konzert widmet er sich den letzten drei Klavierzyklen, in denen sich der Komponist mit der kleinen Form des Intermezzos auseinandersetzt und deren melancholische Stimmung bereits vom nahenden Abschied von der Welt künden. András Schiff stellt diesen Stücken Klavierwerke von Schumann, Mozart, Bach und Beethoven gegenüber – sie alle Komponisten, die Brahms Schaffen nachhaltig geprägt haben.

András Schiff Klavier

Schwerpunkt Brahms

Robert Schumann

Variationen über ein eigenes Thema Es-Dur »Geistervariationen« WoO 24

Wolfgang Amadeus Mozart

Rondo a-Moll KV 511

Johannes Brahms

Sechs Klavierstücke op. 118

Johannes Brahms

Drei Intermezzi op. 117

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge Nr. 24 h-Moll BWV 869 aus Das wohltemperierte Klavier, Teil I

Johannes Brahms

Vier Klavierstücke op. 119

Ludwig van Beethoven

Klaviersonate Es-Dur op. 81a »Les Adieux«

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mo, 05. Feb 2018, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie Sonderkonzert Kammermusik

Programm

Das Repertoire von Sir András Schiff ist auf einzigartige Art und Weise ebenso eng gesteckt wie weit gefasst. Für die Klaviermusik musikhistorischer Randfiguren hat der 1953 in Budapest geborene Pianist im Verlauf seiner nunmehr über 40 Jahre währenden Karriere nur wenig Interesse gezeigt. Stattdessen konzentrierte sich Schiff, der in Anerkennung künstlerischer Verdienste vom Staatsoberhaupt seiner langjährigen Wahlheimat Großbritannien vor drei Jahren in den Ritterstand erhoben wurde, von Anbeginn an auf die Interpretation wegweisender Werke zwischen Barockzeitalter und Klassischer Moderne. Bach, Beethoven, Brahms und Bartók sind Schiffs musikalische Hausgötter, Haydn, Mozart, Schubert und Schumann verehrt er ebenso. Und auch Domenico Scarlatti, Mendelssohn oder Janáček huldigt er hin und wieder mit von einer subtilen Anschlagskultur geprägten Interpretationen. Doch ganz gleich, welchem dieser Komponisten er sich annimmt – er tut es mit unbedingter Hingabe, höchster technischer Meisterschaft und einem künstlerischen Selbstverständnis, das vom Spannungsfeld zwischen der Kenntnis interpretatorischer Traditionen und den Hörerwartungen unserer Tage inspiriert ist.

Wie bereits im ersten der beiden Soloabende, die er in der Saison 2017/2018 in der Philharmonie gibt wird, hat Schiff für dieses Konzert ein Programm zusammengestellt, das ganz um Johannes Brahms kreist. Neben dessen drei letzten, in den Jahren 1892/1893 entstandenen Klavierzyklen interpretiert Schiff im ersten Teil des Abends nicht nur Wolfgang Amadeus Mozarts in das Zeitalter der Romantik vorausweisende Rondo a-Moll KV 511, sondern auch die legendenumwobenen Es-Dur-Variationen von Robert Schumann: Ihr Thema soll – so berichtet Clara Schumann in ihrem Tagebuch – der Komponist von den Geistern Schuberts und Mendelssohns empfangen haben. Im zweiten Teil ist neben Präludium und Fuge h-Moll BWV 869 aus dem Ersten Band von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier dann auch Ludwig van Beethovens Klaviersonate Es-Dur op. 81a Les Adieux zu hören.

András Schiff (Foto: Raphaël Faux-Rougemont)