(Foto: Peter Adamik)

Kammermusik

Bläser der Berliner Philharmoniker

Martin Heinze Kontrabass

Franz Vinzenz Krommer

Partita für Bläseroktett C-Dur op. 76

Wolfgang Amadeus Mozart

Bläserserenade Es-Dur KV 375

Ludwig van Beethoven

Bläseroktett Es-Dur op. 103

Wolfgang Amadeus Mozart

Partita für Bläseroktett in B (vermutliche Urfassung der Serenade B-Dur KV 361 »Gran Partita«)

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Programm

Nicht nur Kaiser Joseph II. erfreute sich an ihr. Nahezu jedes Adelsgeschlecht, das etwas auf sich hielt, verfügte im 18. Jahrhundert über eine »Harmoniemusik«. Darunter verstand man damals ein Bläserensemble, das zur Unterhaltung der Gesellschaft aufspielte: Eingängige Musik, die das Ohr erfreute und das Gemüt in heitere Stimmung versetzte. Die Bläser der Berliner Philharmoniker lassen in diesem Konzert die alte Tradition der »Harmoniemusik« wieder aufleben. Mit ihrem Programm entführen sie ihr Publikum in die Musikmetropole Wien, das zur Zeit von Kaiser Joseph II. das Zentrum der Harmoniemusik war. Dort gehörte der aus dem tschechischen Kamenice (bei Iglau) stammende Franz Vinzenz Krommer mit zu den erfolgreichsten Komponisten der Gattung. Gelang ihm doch in seinen Werken – wie seine Partita für Bläseroktett C-Dur zeigt − die Balance zwischen künstlerischem Anspruch und musikalischer Eingängigkeit. Gleiches gilt auch für die Harmoniemusiken, die der nur drei Jahre ältere Wolfgang Amadeus Mozart komponierte. Seine Bläserserenade Es-Dur erinnert in ihrer musikalischen Gestik an die Opera buffa. So nimmt das kantable Adagio bereits die Cavatine der Gräfin aus Mozarts Le nozze di Figaro vorweg. Bei der Partita für Bläseroktett in B handelt es sich um die vermutliche Urfassung von Mozarts berühmtester Harmoniemusik: der Gran Partita KV 361. Trotz der hohen Opuszahl ist das Bläseroktett Es-Dur op. 103 von Ludwig van Beethoven ein Jugendwerk. Als der Komponist es schrieb, stand er noch im Dienst der Bonner Hofkapelle von Fürsterzbischof Maximilian Franz. Der Kurfürst war wie sein Bruder der österreichische Kaiser ein großer Liebhaber der Harmoniemusik – und der erste Mäzen Beethovens. Er förderte den talentierten jungen Komponisten nach Kräften und ermöglichte ihm seinen ersten Aufenthalt in Wien.

(Foto: Peter Adamik)