Bläser der Berliner Philharmoniker (Foto: Peter Adamik)

Kammermusik

»Harmoniemusik« mit Bläsern der Berliner Philharmoniker

Unter dem Begriff »Harmoniemusik« verstand man in der Wiener Klassik eingängige Musik, die das Ohr erfreute und das Gemüt in heitere Stimmung versetzte. Musikalische Unterhaltung im besten Sinne des Wortes! Die Bläser der Berliner Philharmoniker lassen in diesem Konzert die alte Tradition der »Harmoniemusik« wieder aufleben. Mit Werken von Franz Krommer, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven entführen sie ihr Publikum nach Wien, damals das Zentrum für diese Art von Musik.

Martin Heinze:

Jonathan Kelly Oboe

Andreas Wittmann Oboe

Alexander Bader Klarinette

Walter Seyfarth Klarinette

Stefan Schweigert Fagott

Mor Biron Fagott

Fergus McWilliam Horn

Sarah Willis Horn

Bläser der Berliner Philharmoniker

Franz Krommer

Partita für Bläseroktett C-Dur op. 76

Wolfgang Amadeus Mozart

Bläserserenade Es-Dur KV 375

Ludwig van Beethoven

Bläseroktett Es-Dur op. 103

Wolfgang Amadeus Mozart

Partita für Bläseroktett in B (vermutliche Urfassung der Serenade B-Dur KV 361 »Gran Partita«)

Termine und Karten

So, 28. Jan 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie Q

Programm

Nicht nur Kaiser Joseph II. erfreute sich an ihr. Nahezu jedes Adelsgeschlecht, das etwas auf sich hielt, verfügte im 18. Jahrhundert über eine »Harmoniemusik«. Darunter verstand man damals ein Bläserensemble, das zur Unterhaltung der Gesellschaft aufspielte: Eingängige Musik, die das Ohr erfreute und das Gemüt in heitere Stimmung versetzte. Die Bläser der Berliner Philharmoniker lassen in diesem Konzert die alte Tradition der »Harmoniemusik« wieder aufleben. Mit ihrem Programm entführen sie ihr Publikum in die Musikmetropole Wien, das zur Zeit von Kaiser Joseph II. das Zentrum der Harmoniemusik war. Dort gehörte der aus dem tschechischen Kamenice (bei Iglau) stammende Franz Vinzenz Krommer mit zu den erfolgreichsten Komponisten der Gattung. Gelang ihm doch in seinen Werken – wie seine Partita für Bläseroktett C-Dur zeigt − die Balance zwischen künstlerischem Anspruch und musikalischer Eingängigkeit. Gleiches gilt auch für die Harmoniemusiken, die der nur drei Jahre ältere Wolfgang Amadeus Mozart komponierte. Seine Bläserserenade Es-Dur erinnert in ihrer musikalischen Gestik an die Opera buffa. So nimmt das kantable Adagio bereits die Cavatine der Gräfin aus Mozarts Le nozze di Figaro vorweg. Bei der Partita für Bläseroktett in B handelt es sich um die vermutliche Urfassung von Mozarts berühmtester Harmoniemusik: der Gran Partita KV 361. Trotz der hohen Opuszahl ist das Bläseroktett Es-Dur op. 103 von Ludwig van Beethoven ein Jugendwerk. Als der Komponist es schrieb, stand er noch im Dienst der Bonner Hofkapelle von Fürsterzbischof Maximilian Franz. Der Kurfürst war wie sein Bruder der österreichische Kaiser ein großer Liebhaber der Harmoniemusik – und der erste Mäzen Beethovens. Er förderte den talentierten jungen Komponisten nach Kräften und ermöglichte ihm seinen ersten Aufenthalt in Wien.

Über die Musik

»… arme schlucker, die aber ganz Hüpsch zusammen blasen«

Das gab’s nur einmal: Wiener Serenaden anno 1800

Der Adel war verrückt nach Musik, und das Bürgertum benahm sich kaum weniger toll. Zusammen mit dem einfacheren Volk, das seine Lieder und Tänze noch nicht vergessen hatte, bildeten sie eine in der Menschheitsgeschichte wahrscheinlich einzigartige klassenlose Gesellschaft – auf jeden Fall aber eine Musikkultur, wie es sie vorher nicht gegeben hatte auf dem Erdenrund und hernach nie mehr geben sollte: Wien um 1800, das war ein neuzeitliches Elysium und zugleich ein Versuchslaboratorium, ein Organismus, dessen rechte Herzkammer noch im leichtsinnigen Rhythmus des Rokoko pochte, während die linke schon die Unruhe künftiger Zeiten spürte. Wien um 1800 war und ist nach wie vor das tönende Zentrum der Menschheit, denn es versendet heute wie ehedem seine Botschaft an Angehörige aller Klassen und Rassen. Was dort im Laufe weniger Jahrzehnte entstand, besitzt Gültigkeit für alle Zeit. Das weiß oder ahnt jeder halbwegs musische Mensch – und doch: Wie wenig wir in Wahrheit wissen, zeigt sich bei jeder Begegnung mit der sogenannten Wiener Klassik aufs Neue.

Haydn, Mozart, Beethoven, dazu am Anfang der großen Epoche noch Gluck und am Ende Schubert: Fünf Namen überstrahlen die gesamte Zunft der Wiener Komponisten um 1800. Nicht zu Unrecht übrigens. Aber dass einst gefeierte Meister wie Johan Baptist Vanhal oder Franz Krommer vom Elysium gleich in den Hades rutschten, in die Nacht des Vergessens, ist entschieden unfair. Es gab eben nicht nur die großen Fünf, sondern unzählige andere Tonsetzer, die ihren Teil dazu beitrugen, dass Wien einen weit über Paris und London herausragenden Ruf erlangte, eine unvergleichliche Stellung. Sie kamen – wie Dittersdorf, Eberl, Czerny und Schubert – entweder direkt aus der Donaumetropole, oder sie waren aus Böhmen und Mähren gebürtig, aus der Slowakei und Ungarn oder sogar, man denke an Salieri, aus Italien. Die beiden Größten kamen bekanntlich aus Salzburg und Bonn.

Und wer einmal kam, blieb. Nach einem geheimnisvollen Gesetz sind alle hinzugezogenen Komponisten auch in Wien gestorben. Selbst wer die Stadt abgrundtief hasste, konnte ihr nicht entkommen. Das ließ der Markt nicht zu; nirgendwo gab es ähnlich viele Mäzene wie in Wien. Der berüchtigtste Anti-Wiener jener Zeit, nämlich Mozart, wäre zu gern nach Prag, Berlin oder London gegangen, aber das verhinderte die Geldnot. Rauscht vielleicht auch deswegen durch viele seiner Werke ein Unterstrom merkwürdigen Unbehagens, klingen sie deswegen so fatalistisch, ja unbehaust, weil sich Mozart in Wien und den von ihm aufgesuchten Kreisen nun einmal nicht heimisch fühlte? Wir wissen einiges über die Gesellschaften, in denen er verkehrte, nur längst nicht genug.

Wolfgang Amadeus Mozarts Parthia B-Dur für Bläseroktett KV Anh. 182

Das ist besonders bedauerlich im Falle der durch und durch mirakulösen Gran Partita B-Dur KV 361. Entstand sie überhaupt 1784 in Wien oder vielleicht schon 1781 in Salzburg oder München? Nachgewiesen ist eine Wiener Akademie vom 23. März 1784, in der Mozarts Lieblings-Klarinettist Anton Stadler zusammen mit zwölf anderen Instrumentalisten eine viersätzige Fassung spielte. Ein zeitgenössischer Hörer begeisterte sich für die Aufführung und hob die Besetzung hervor: »vier Corni, zwei Oboi, zwei Fagotti, zwei Clarinetti, zwei Basset-Corni, ein Contre-Violon«. In dieser Gestalt, ergänzt um drei weitere Sätze, etablierte sich die Serenade – der Titel Gran Partita stammt nicht vom Komponisten – als Schöpfung sui generis, als ein in der Musikgeschichte absolut singuläres Werk. Das gilt freilich nicht für die Besetzung, die uns heute einigermaßen erstaunt, aber im 18. Jahrhundert durchaus gängig war dank der Privatorchester insbesondere Wiener Aristokraten. Mit diesen Bläserensembles kam Mozart häufig in Berührung; das berühmteste war die Kaiserliche Harmonie. Auch dass er im Manuskript einen Kontrabass forderte, entsprach der gängigen Praxis; andere Komponisten behalfen sich mit Kontrafagotten oder Posaunen, um den durchdringenden Melodieinstrumenten ein solides Bassfundament zu bieten. Wenn man es nicht in die Noten schrieb, verfuhren die Musiker ad libitum nach diesem Brauch. Der dunkle Klangcharakter kann daher nicht als exzeptionelle Besonderheit von KV 361 angesehen werden – es ist der bisweilen die Grenzen des Tragischen und Dämonischen streifende Ausdrucksgehalt, der zu diesem ursprünglich heiteren, unterhaltsamen Genre überhaupt nicht zu passen scheint.

Erklärungen für diesen Tonfall gibt es nicht. Da wenig bekannt ist über die Genesis des Werks, blühten seit je die Legenden; es hieß, die Serenade sei bei Mozarts Hochzeitsessen im August 1782 aufgeführt worden – aber welch trauriges Fest hätte das sein müssen! Nach einer anderen Überlieferung dachte Mozart bei der Komposition an die ausgezeichneten Bläser des kurz zuvor von Mannheim nach München übergesiedelten kurfürstlichen Hoforchesters – eine aus Datierungsgründen mittlerweile von der Wissenschaft verworfene Annahme. Die Existenz diverser Bearbeitungen bringt nicht unbedingt mehr Licht in die Sache. Bereits kurz nach Mozarts Tod kursierten Oktett-Fassungen der B-Dur-Serenade. 1993 trat der niederländische Dirigent Bastiaan Blomhert mit der Behauptung hervor, eine solche Version für jeweils zwei Oboen, Klarinetten, Hörner und Fagotte sei die Urfassung der Gran Partita gewesen, und zwar deren Sätze 1, 2, 3 und 7. Die von Blomhert aus verschiedenen Quellen rekonstruierte Partitur erklingt heute Abend, ergänzt um einen Kontrabass. Es handelt sich somit nicht um ein authentisches Werk Mozarts, sondern um eine diskutable Hypothese. Zusammen mit den Serenaden KV 375 und KV 388 gehört die Gran Partita zu Mozarts subtilsten Schöpfungen. Das titelgebende Unterhaltungsgenre stand diesem Tiefsinn nicht im Wege. Zwar besitzen die einzelnen Sätze nur bedingt symphonische Stringenz, aber die harmonische und thematische Durchdringung der Arbeit ist ähnlich differenziert und reichhaltig. Es war auch kein Antagonismus, dass Mozart nach der Niederschrift seiner letzten drei Symphonien 1788 mit seinem Es-Dur-Trio KV 563 zu der vermeintlich leichten Gattung des Divertimentos zurückkehrte.

Serenade Es-Dur KV 375

Die Es-Dur-Serenade schrieb Mozart im Oktober 1781 zunächst als Sextett, und zwar für die Schwägerin des Hofmalers Joseph Hickel. Seinen Vater ließ er wissen: »auf die Nacht um 11 uhr bekamm ich eine NachtMusick von 2 clarinetten, 2 Horn, und 2 Fagott – und zwar von meiner eigenen komposition. – diese Musick hatte ich auf den theresia tag – für die schwester der fr: v: Hickl, oder schwägerin des h: v: Hickel |: Hofmaler :| gemacht; alwo sie auch wirklich das erstemal ist producirt worden. – die 6 Herrn die solche exequiren sind arme schlucker, die aber ganz Hüpsch zusammen blasen« Ein Jahr später arbeitete Mozart das Sextett zum Oktett um, wobei er die Oboen teils als selbstständige Stimmen in das vorhandene Gerüst einfügte, teils im unisono als Oktavverdoppelung der Klarinetten. Wahrscheinlich entstand die Zweitfassung für das neu gegründete Harmonie-Ensemble des Fürsten Liechtenstein. Die in diesem Oktett anzutreffende Besetzung war sozusagen der Klassiker bei Hofe und in den Fürstenpalästen. Es fanden sich allerdings auch einige exotisch anmutende Ensembles, etwa im Palais Schwarzenberg, wo das Englischhorn die Klarinette ersetze. Flöten waren nicht vorgesehen, was Mozart, der ein gespanntes Verhältnis zu diesem Holzblasinstrument unterhielt, sehr entgegengekommen sein dürfte.

Ludwig van Beethovens Oktett Es-Dur op. 103

Beethoven bediente sich in seinem Oktett Es-Dur op. 103 ebenfalls der klassischen Besetzung. Er kannte die acht Herren, für die er schrieb, wohl ziemlich genau, denn sie bildeten die weithin geschätzte Harmonie-Musik seines Gönners, des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Maximilian Franz. Beethoven spielte selbst in dessen Bonner Hoforchester die Bratsche. Das Oktett ist ein Produkt der Jahre 1791 oder 1792. Die Zeiger stehen aber schon deutlich auf Wien. Maximilian Franz war ein Bruder der Habsburg-Kaiser Joseph II. und Leopold II. Er hatte den jungen Beethoven bereits 1787 einmal nach Wien geschickt, und ab 1792 finanzierte er ihm Unterricht bei Joseph Haydn. Offenbar wurde in dieser Zeit das Oktett überarbeitet. Jedenfalls schickte Haydn es als Beleg für die Fortschritte seines Schülers nach Bonn, was bei Maximilian Franz einen bemerkenswerten Wutanfall auslöste. Schließlich kannte er ja das Stück bestens und bezweifelte daher irgendeinen positiven Effekt der Lehrstunden. Der Kurfürst forderte Haydn auf, Beethoven zum Orchesterdienst nach Bonn zurückzuschicken, und meinte, sein Protegé werde nur Schulden mit zurückbringen – wie schon 1787. Natürlich dachte Beethoven nicht daran, dieser Aufforderung zu folgen. Er vergaß Bonn ziemlich schnell, nicht aber das Oktett, das er ins Streichquintett op. 4 verwandelte und 1797 drucken ließ. Das vom Komponisten Parthia genannte Oktett hingegen erschien erst postum unter der Opusnummer 103, die Beethoven in seinem Werkkatalog freigelassen hatte. Es gehört trotz leuchtender Klangfarben und ansprechender Motivik nach wie vor zu seinen am wenigsten bekannten Werken, konnte nie aus dem Schatten des Septetts op. 20 heraustreten und entspricht nicht im Geringsten dem populären Beethoven-Bild. Generell mehr den beschaulichen Seiten des Daseins zugewandt, verlässt selbst das Andante aus Opus 103 nur selten bukolisches Gefilde, um in die expressiven Sphären Mozarts vorzudringen, dessen Bläserformationen hier gleichwohl Pate gestanden haben.

Harmoniemusik (Partita) C-Dur op. 76 von Franz Krommer

Übrigens nicht nur für Beethoven. Fast alle Komponisten klassischer und frühromantischer Kammermusik bis hin zu Louis Spohr hatten sich Mozart zum Idol erkoren. Das gilt in besonderem Maße für Franz Krommer, 1759 als František Kramář in einer mährischen Kleinstadt geboren. Er gehörte zu jenen tschechischen Instrumentalisten und Komponisten, die um 1800 das Wiener Musikleben geradezu dominierten. Johann Baptist Vanhal (gestorben in Wien 1813) und Leopold Koželuh (gestorben in Wien 1818) waren die bekanntesten unter ihnen, aber auch Jan Václav Voříšek (gestorben in Wien 1825) und Adalbert Gyrowetz (gestorben in Wien 1850) machten mit Symphonien, Konzerten, Streichquartetten und Serenaden nachhaltig Eindruck. Krommers Stil kam dem damaligen Geschmack weit entgegen, auch dem des Herrscherhauses. Nachdem man ihm zunächst den Schonarbeitsplatz eines kaiserlichen Kammertürhüters verschafft hatte, stieg er bald zu Koželuhs Nachfolger als k. u. k. Hofkomponist auf. Spätere Generationen sagten Krommers Musik nach, sie sei philiströs und epigonal, aber dieses Urteil hält keiner Prüfung stand. Krommer komponierte neun Symphonien, die durchaus in Konkurrenz zu Beethoven standen; seine Zweite in D-Dur, gedruckt 1803, macht das heftige Beben fühlbar, das Österreich, wenn nicht den ganzen Kontinent nach Bonapartes Sieg bei Marengo erschütterte, und die Vierte in c-Moll richtet sich auch nicht gerade an sanfte Gemüter. Jedenfalls beruhten seine großen Erfolge in Europa und sogar Nordamerika keineswegs auf den Hörgewohnheiten eines bequemen, erholungsbedürftigen Bürgertums.

Was Bläserstücke betrifft, zeigte Krommer eine Vorliebe für acht Solisten; auf diesem – allerdings bald schon verwaisten – Feld darf er als Mozarts bedeutendster Erbe gelten. Seine zahlreichen Beiträge scheuen keine harmonischen und instrumentalen Schärfen. Die vor 1810 entstandene Harmoniemusik op. 76 bewegt sich eher noch im moderaten Bereich, legt das Schwergewicht auf einen idiomatischen, schwelgerischen Klang, auf virtuose Eleganz, was gelegentliche schmissige Ausbrüche nicht verhindert. An Mozart erinnernde Spielfiguren und Wendungen sind in allen vier Sätzen zu hören. Leider wissen wir nur ziemlich wenig über den Mann, der diese geistvolle Musik hervorbrachte. Zeitgenössische Autoren überlieferten ein recht eindimensionales Bild. So heißt es in Gustav Schillings Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften von 1837, Krommers Werke seien »ein treues Facsimile ihres Schöpfers, denn auch er war ein jovialer, gefälliger, lebensfroher Mann, dem man schlechterdings nicht die Last seiner sieben Decennien ansah, und der allerwege für einen rüstigen Fünfziger passiren konnte.« Er starb »in Folge unzweckmäßiger ärztlicher Behandlung« 1831 in Wien. Wo sonst …

Volker Tarnow

Biografie

Die Tradition der klassischen Harmoniemusik zu pflegen – das ist das Anliegen der Bläser der Berliner Philharmoniker. 2001 schlossen sie sich auf Initiative des Klarinettisten Walter Seyfarth und des damaligen Soloklarinettisten Karl-Heinz Steffens zusammen. Seither treten sie regelmäßig in Italien, beim Friedberger Advent und im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie auf. Die Zusammensetzung des Ensembles basiert auf dem klassischen Bläserquintett. Während die Flöte jedoch nur sehr selten zum Einsatz kommt, wurden die vier übrigen Instrumente (Oboe, Klarinette, Horn und Fagott) verdoppelt. Eine besonders reizvolle klangliche Komponente kommt durch den Kontrabass hinzu, der in der Regel das zweite Fagott verstärkt und in der Wiener Klassik bei keiner Bläserserenade fehlen durfte. Aufbauend auf dem Ideal des Bläserquintetts pflegt das Ensemble einen leichten, transparenten Klang. Den Schwerpunkt des Repertoires bilden die Serenaden, Harmoniemusiken und Opernbearbeitungen der Wiener Klassik; hinzu kommen Bearbeitungen beispielsweise von Widors Orgelwerken und Prokofjews Romeo und Julia sowie von Kompositionen französischer Impressionisten.

Bläser der Berliner Philharmoniker (Foto: Peter Adamik)