Kammermusik

András Schiff Klavier

Schwerpunkt Brahms

Felix Mendelssohn Bartholdy

Fantasie fis-Moll op. 28 »Sonate écossaise«

Ludwig van Beethoven

Klaviersonate Fis-Dur op. 78

Johannes Brahms

Acht Klavierstücke op. 76

Johannes Brahms

Sieben Fantasien op. 116

Johann Sebastian Bach

Englische Suite Nr. 6 d-Moll BWV 811

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 14. Jan 2018, 20:00 Uhr

Philharmonie

Aboserie Sonderkonzert Kammermusik

Programm

Seit 1989 ist Sir András Schiff künstlerisch auf das Engste mit den Berliner Philharmonikern verbunden – nicht nur als gern gesehener Solist in Philharmonischen Konzerten, sondern auch als Kammermusikpartner von Mitgliedern des Orchesters sowie natürlich immer wieder auch im Rahmen seiner thematisch klar umrissenen Soloabende. In der Vergangenheit stellte Schiff auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker so nicht etwa nur seine Interpretationen sämtlicher Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven in einem zwei Spielzeiten umspannenden Zyklus zur Diskussion, sondern er beleuchtete in einer drei Abende umfassenden Konzertreihe mit dem Titel Letzte Sonaten auch späte Klavierwerke von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert. In den zwei Klavierabenden, die er in der Spielzeit 2017/2018 im Großen Saal der Philharmonie gibt, setzt Schiff nun die Musik von Johannes Brahms in einen spannenden Zusammenhang mit Klavierwerken anderer Komponisten.

Am ersten der beiden Abende spielt er neben den 1879 veröffentlichten Acht Klavierstücken op. 76 und den 13 Jahren später entstanden Sieben Fantasien op. 116 von Brahms zunächst Felix Mendelssohn Bartholdys 1834 im Druck erschienene Fantasie fis-Moll op. 28. Das technisch enorm anspruchsvolle Werk changiert zwischen der mehrsätzigen Gattung der klassischen Sonate und der freier gefügten, durchkomponierten Fantasie, stellt pianistische Brillanz zugleich aber auch in den Dienst groß angelegter formaler Strukturen – und steht daher beispielhaft für den musikhistorischen Hintergrund ein, vor dem sich Brahms durch seine Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten kompositorischen Traditionen seinen eigenen Weg als Schöpfer von Klaviermusik bahnte. Den Abschluss des Abends bildet die Englische Suite Nr. 6 BWV 811 des von Brahms und Mendelssohn gleichermaßen verehrten Johann Sebastian Bach. Schiffs zweiter, dann auch Werke von Mozart, Beethoven und Schumann in den pianistischen Diskurs einbeziehender Klavierabend ist am 5. Februar zu erleben.

(Foto: Raphaël Faux-Rougemont)