Kammermusik

Ensemble Berlin Prag:

Dominik Wollenweber Oboe

Vilém Veverka Oboe

Mor Biron Fagott

Barbara Maria Willi Cembalo

Pavel Nejtek Kontrabass

Ulrich Wolff Kontrabass

Dominik Wollenweber Oboe

Vilém Veverka Oboe

Mor Biron Fagott

Barbara Maria Willi Cembalo

Pavel Nejtek Kontrabass

Ulrich Wolff Kontrabass

Jan Dismas Zelenka

Sonate Nr. 4 g-Moll für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo ZWV 181 Nr. 4

Yun, Isang

Inventionen für zwei Oboen: I Triller und II Glissandi

Couperin, François

L’Espagnole aus Les Nations für zwei Oboen, Fagott, Cembalo und Gambe

Bach, Johann Sebastian

Triosonate Nr. 6 G-Dur BWV 530 in einer Version für Oboe, Englischhorn, Fagott, Cembalo und Gambe

Yun, Isang

Inventionen für zwei Oboen: III. Vorschläge und IV. Harmonie

Jan Dismas Zelenka

Sonate Nr. 5 F-Dur für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo ZWV 181 Nr. 5

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Das Ensemble Berlin Prag ist eine noch relativ neue Kammermusikgruppe. 2011 von drei philharmonischen Musikern und drei tschechischen Instrumentalisten gegründet, haben sich die Mitglieder zum Ziel gesetzt, wenig bekannte Bläserkammermusik in herausragender, stilgerechter Interpretation zu präsentieren. Die Idee zu diesem Ensemble entstand bereits 2005, als der Fagottist Mor Biron, seit 2007 Mitglied der Berliner Philharmoniker, und der Oboist Vilém Veverka im Rahmen ihrer Ausbildung an der Karajan-Akademie beschlossen, gemeinsam miteinander zu musizieren. Unter der Leitung Dominik Wollenwebers, Englischhornist der Berliner Philharmoniker und heute auch Mitglied des Ensembles, studierten sie Triosonaten von Jan Dismas Zelenka und François Couperin ein. Ein musikalisches Pfund, mit dem sich fortan wuchern ließ. Denn der Wunsch, die Werke dieser beiden Komponisten weiterhin öffentlich aufzuführen, trug maßgeblich dazu bei, dass sich das Ensemble Berlin Prag formierte.

Die Stücke bilden heute das Kernrepertoire der Kammermusikgruppe. Der Trio-Sonaten-Zyklus von Jan Dismas Zelenka für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo ist hinsichtlich Interpretation und Umfang ähnlich anspruchsvoll wie die Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach. Die hochvirtuosen Instrumentalpartien zeigen, dass Zelenka dank seiner Arbeit am Hof des sächsischen Kurfürsten in Dresden, damals Spitzenkräfte zur Realisation seiner Musik zur Verfügung standen. Die Triosonate, bei der zwei gleichrangige Melodieinstrumente über einem Generalbass musizieren, war während der Barockzeit die beliebteste kammermusikalische Gattung; nahezu alle großen Komponisten schrieben Werke für dieses Genre. François Couperin, Organist und Cembalist am Hof Ludwig XIV, charakterisiert in seinem Sonaten-Zyklus Les Nations verschiedene Musikstile europäischer Nationen, u. a. auch L’Espagnole, die Musik der iberischen Halbinsel. Die Triosonate BWV 530 gehört zu einer Serie von sechs Sonaten, die Johann Sebastian Bach in einer Sammelhandschrift für Orgelmusik zusammenfasste. Das Ensemble Berlin Prag stellt das Werk in einer Bearbeitung für Oboe, Englischhorn, Fagott, Cembalo und Gambe von Klaus Thunemann vor. Einen musikalischen Kontrapunkt zu den Werken des Barock bilden zwei Stücke des koreanischen Komponisten Isang Yun, dessen Geburtstag sich 2017 zum 100. Mal jährt.

(Foto: privat)