Kammermusik

Nachtmusiken mit dem Quatuor Ebène

Round Midnight lautet das Motto dieses Konzerts, in dem das Quatuor Ebène Kompositionen vorstellt, die von nächtlichen Stimmungen und Erlebnissen inspiriert wurden. Den Beginn macht Henri Dutilleux’ Streichquartett Ainsi la Nuit – ein Werk, das in sieben vergleichsweise kurzen Sätzen musikalische Nachtbilder von irisierender Schönheit entwirft. Im Jazz-Arrangement Night Bridge und Arnold Schönbergs Verklärte Nacht erhält das Ensemble Verstärkung durch den Bratscher Antoine Tamestit und den Cellisten Nicolas Altstaedt. Beide Musiker präsentieren sich außerdem mit je einem Solostück von Salvatore Sciarrino.

Antoine Tamestit Viola

Nicolas Altstaedt Violoncello

Quatuor Ébène

Round Midnight

Salvatore Sciarrino

Ai limiti della notte für Viola solo

Antoine Tamestit Viola

Henri Dutilleux

Trois Strophes sur le nom de Sacher für Violoncello

Nicolas Altstaedt Violoncello

Henri Dutilleux

Streichquartett Ainsi La Nuit

Quatuor Ébène

Night Bridge − nächtliches Gedicht für Streichsextett nach Jazz-Standards (Arrangements: Quatuor Ebène)

Quatuor Ébène , Antoine Tamestit Viola, Nicolas Altstaedt Violoncello

Arnold Schönberg

Verklärte Nacht für Streichsextett op. 4

Quatuor Ébène , Antoine Tamestit Viola, Nicolas Altstaedt Violoncello

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Das 1999 gegründete Quatuor Ebène vermöge es, sich »mühelos in eine Jazzband« zu verwandeln, schrieb die New York Times nach einem Konzert des Ensembles. Damals standen neben Streichquartetten von Joseph Haydn und Claude Debussy auch Improvisationen über Klassiker der Filmmusik auf dem Programm. Ganz ähnlich wird das Quatuor Ebène, das seit dem Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD im Jahr 2004 zu den weltweit führenden Streichquartettformationen zählt, sein unter dem Motto Round Midnight stehendes Konzert im Kammermusiksaal der Philharmonie gestalten. Den Beginn macht Henri Dutilleux’ zwischen 1973 und 1976 entstandenes Streichquartett mit dem Titel Ainsi la Nuit – ein Werk das in sieben vergleichsweise kurzen Sätzen musikalische Nachtbilder von irisierender Schönheit entwirft und den Zuhörer zugleich Zeuge einer überaus individuellen, sich aus einem einzigen Sechsklang entwickelnden Satztechnik werden lässt.

Im weiteren Programmverlauf wird das Quatuor Ebène dann durch die Unterstützung von zwei Musikern, die ebenso Meister ihres Fachs sind, zum Streichsextett erweitert. Zusammen mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Nikolas Altstaedt stellt das Ensemble zunächst eigene Bearbeitungen von Evergreens der Jazz- und Filmmusik rund um das Thema »Nacht« vor. In der zweiten Programmhälfte ist dann Arnold Schönbergs Streichsextett op. 4 Verklärte Nacht nach einem gleichnamigen Gedicht des Jugendstil-Lyrikers Richard Dehmel zu hören. 1899 entstanden, atmet dieses Werk noch ganz den Geist der musikalischen Spätromantik und besitzt dennoch experimentellen Charakter, da es die symphonische Idee der Programmmusik auf eine kammermusikalische Besetzung überträgt – das allerdings auf ureigene Art und Weise. Schönberg selbst erläuterte in späteren Jahren: »Meine Komposition unterschied sich vielleicht etwas von anderen illustrativen Kompositionen […] weil sie nicht irgendeine Handlung oder ein Drama schildert, sondern sich darauf beschränkt, die Natur zu zeichnen und menschliche Gefühle auszudrücken.«

(Foto: Julien Mignot)