Kammermusik

Jazz at Berlin Philharmonic

Frauenpower des Jazz

Die amerikanische Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington hatte mit zehn Jahren ihren ersten großen Auftritt, bald darauf spielte sie mit Jazzlegenden wie Dizzy Gillespie, Oscar Peterson oder Quincy Jones. Als Sängerin, Bandleaderin, Komponistin und Produzentin gehört sie heute zu den ganz großen Musikerinnen des Jazz. Eines ihrer ambitioniertesten Projekte ist die mehrfach wiederbelebte All-Star-Frauenband Sisters in Jazz, mit der sie an diesem Abend einige der besten europäischen Jazzerinnen um sich schart.

Terri Lyne Carrington Schlagzeug, Gesang, Leitung

Céline Bonacina Baritonsaxofon

Shannon Barnett Posaune und Gesang

Tineke Postma Saxofon und Co-Leitung

Hildegunn Øiseth Trompete

Anke Helfrich Klavier

Lisa-Rebecca Wulff Kontrabass

Sisters in Jazz

Kuratiert von Siggi Loch

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Programm

Die 52-jährige Amerikanerin Terri Lyne Carrington gehört seit langem zu den führenden Schlagzeugern. Als »Wunderkind« hatte sie mit zehn Jahren ihren ersten großen Auftritt bei Clark Terry, bald darauf spielte sie mit Jazz-Legenden wie Dizzy Gillespie, Oscar Peterson oder Quincy Jones. Auch als Bandleaderin, Komponistin, Label-Gründerin und Produzentin – unter anderem von Gino Vanelli, Dianne Reeves oder den Doky Brothers – machte sie sich einen Namen. Eines ihrer ambitioniertesten Projekte ist die mehrfach wiederbelebte All-Star-Frauenband Sisters in Jazz, bei der unter anderem die Pianistinnen Geri Allen und Helen Sung, die Bassistin Esperanza Spalding oder die Sängerinnen Gretchen Parlato und China Moses mitmachten.

Für Jazz at Berlin Philharmonic ließ sich Carrington jetzt überreden, einige der besten europäischen Jazzerinnen um sich zu scharen. Als eingespielte Partnerin, Co-Komponistin und Co-Leiterin fungiert dabei die niederländische Saxofonistin Tineke Postma, die Carrington seit langem bei diesen Gipfeltreffen begleitet. Dazu stoßen die nicht nur wegen des raren Baritonsaxofons außergewöhnliche Französin Céline Bonacina und die norwegische Trompeterin und Hornistin Hildegunn Øiseth. Auch in der deutschen Jazzszene nimmt der Frauenanteil zum Glück stark zu.

Als eine der Etablierten reiht die mehrfach ausgezeichnete Pianistin Anke Helfrich ein, als vielversprechendes Talent die 25-jährige Hamburger Bassistin Lisa-Rebecca Wulff. Und als glückhafter Zuzug darf die aus Australien stammende Posaunistin Shannon Barnett bezeichnet werden, die seit 2014 in Köln lebt und in der WDR Bigband spielt. Jazz at Berlin Philharmonic-Stammgäste werden sich an den herausragenden Auftritt der Allround-Stilistin beim Bix-Beiderbecke-Tribute im vergangenen Jahr erinnern.

(Foto: promo)