Kammermusik

Mark Padmore singt Lieder englischer Komponisten

Erster kammermusikalischer Auftritt unseres Artist in Residence: Der englische Tenor Mark Padmore, den das Berliner Publikum vor allem durch seine kongenialen Interpretationen der Evangelisten-Partien in Bachs Passionen kennt, zeigt in diesem Konzert eine ganz neue Facette seines Könnens. Er stellt uns Lieder von Komponisten seiner Heimat vor. Sie besingen das Unglück der unerwiderten Liebe und die Schönheit der englischen Landschaft.

Mark Padmore Tenor

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Hendrik Heilmann Klavier

Peter Warlock

The Curlew, Liederzyklus für Tenor, Flöte, Englischhorn und Streichquartett auf Gedichte von William Butler Yeats

Ralph Vaughan Williams

Ten Blake Songs, Liederzyklus für Singstimme und Oboe zum Film The Vision of William Blake

Richard Rodney Bennett

Tom O’Bedlam’s Song für Tenor und Violoncello

Ralph Vaughan Williams

On Wenlock Edge, Sechs Lieder für Tenor, Klavier und Streichquartett

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 15. Okt 2017, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie O

Programm

Schlank, klar, flexibel – Mark Padmore verfügt über eine Tenorstimme, die ideal für die Evangelistenpartien der Passionen Johann Sebastian Bachs ist. Davon konnte sich das Publikum der Berliner Philharmoniker in den vergangenen Jahren mehrfach überzeugen. Man denke nur an die gefeierten Aufführungen der Johannes- und Matthäus-Passionen in der szenischen Realisation von Peter Sellars in den Jahren 2010, 2013 und 2014. »Mark Padmore ist ein charismatischer Evangelist«, heißt es in einer Kritik der Berliner Morgenpost. Darüber hinaus wirkte der Sänger in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker auch als Solist in Joseph Haydns Harmoniemesse, Beethovens Missa solemnis und Georg Friedrich Händels Messias sowie als Liederinterpret mit. Stets beeindruckte er durch seinen klugen, kultivierten und gleichzeitig emotionalen Gesang.

Als Artist in Residence zeigt er nun in dieser Saison weitere Facetten seines musikalischen Könnens. Im ersten Konzert seiner Residency führt er zusammen mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker Werke von Komponisten aus seiner englischen Heimat auf. In Peter Warlocks Liederzyklus The Curlew für Gesang, Flöte, Englischhorn und Streichquartett geht es um die Schmerzen und Enttäuschungen der nicht erwiderten Lieben. Der Zyklus beginnt mit einer klagenden Geste des Englischhorns und zieht den Hörer in eine poetisch-melancholische Gefühlswelt. Richard Rodney Bennett wurde als Schöpfer der Musik zu dem Filmklassiker Mord im Orient-Express weltberühmt. Das Komponieren von Filmmusik garantierte ihm finanzielle Unabhängigkeit und ermöglichte ihm die Freiheit, die Musik zu schreiben, die ihm am Herzen lag, beispielsweise den Tim O’Bredlam’s Song für Stimme und Violoncello.

Schließlich stehen noch ein Jugend- und ein Spätwerk von Ralph Vaughan Williams auf dem Programm: Der unter dem Eindruck seines Studiums bei Maurice Ravel entstandene Zyklus On Wenlock Edge für Tenor, Klavier und Streichquartett beschwört Stimmungsbilder des ländlichen Englands. Die Blake Songs entstanden kurz vor dem Tod des Komponisten für den Film The Vision of William Blake.

(Foto: Marco Borggreve)

Mark Padmore

Artist in Residence 2017/2018

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