Kammermusik

Quartett im Doppelpack

Eine musikalische Kooperation der besonderen Art: Zwei junge, gefeierte Nachwuchsensembles, das Armida Quartett und das Quatuor Modigliani, bestreiten einen gemeinsamen Kammermusikabend. Im »Doppel« spielen sie an diesem Abend das Oktett Es-Dur op. 20, das Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 16 Jahren komponiert hat und das durch seine jugendliche Unbekümmertheit besticht. Außerdem erklingen Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquintett g-Moll und das Erste Streichsextett von Johannes Brahms.

Armida Quartett:

Martin Funda 1. Violine

Johanna Staemmler 2. Violine

Teresa Schwamm Viola

Peter-Philipp Staemmler Violoncello

Martin Funda 1. Violine

Johanna Staemmler 2. Violine

Teresa Schwamm Viola

Peter-Philipp Staemmler Violoncello

Amaury Coeytaux 1. Violine

Loïc Rio 2. Violine

Laurent Marfaing Viola

François Kieffer Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart

Streichquintett g-Moll KV 516

Johannes Brahms

Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18

Felix Mendelssohn Bartholdy

Oktett für Streicher Es-Dur op. 20

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mo, 09. Okt 2017, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie T

Programm

Eine musikalische Kooperation der besonderen Art: Zwei junge, gefeierte Nachwuchsensembles, das Armida Quartett und das Quatuor Modigliani, bestreiten einen gemeinsamen Kammermusikabend. Hinsichtlich ihres biografischen Werdegangs gibt es einige Parallelen zwischen der deutschen und der französischen Streichquartett-Formation. Bei beiden fanden die Musiker bereits während des Studiums zusammen, Armida in Berlin, Modigliani in Paris. Beide gingen beim Artemis Quartett in die Lehre und machten mit spektakulären Wettbewerbsgewinnen auf sich aufmerksam. Das Quatuor Modigliani erspielte sich kurz nach einander die ersten Preise des Frits Philips Wettbewerbs für Streichquartett in Eindhoven, des Vittorio Rimbotti Wettbewerbs in Florenz und des Young Concert Artists Auditions in New York, das Armida Quartett gewann 2012 den Internationalen ARD-Wettbewerb.

Im »Doppel« spielen sie an diesem Abend das Oktett Es-Dur op. 20, das der 16-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy komponiert und seinem Freund und Geigenlehrer Eduard Rietz gewidmet hat. Mendelsohn war sich bewusst, dass er mit diesem Stück, das durch seinen schwungvollen, heiteren Charakter besticht, etwas Neuartiges, über ein Kammermusikstück hinausweisendes geschaffen hat: »Dieses Octett muß von allen Instrumenten im Style eines symphonischen Orchesters gespielt werden. Pianos und Fortes müssen genau eingehalten und schärfer betont werden als gewöhnlich in Werken dieses Charakters.«

Das Konzert eröffnet das Quatuor Modigliani mit dem Streichquintett KV 516 von Wolfgang Amadeus Mozart. Den Part der zusätzlichen Viola übernimmt Teresa Schwamm vom Armida Quartett. Das Werk entstand 1787 nahezu zeitgleich mit dem Don Giovanni und besitzt aufgrund seiner Tonart g-Moll einen eher dunklen, melancholischen, nachdenklichen Charakter. Beim darauffolgenden Streichsextett Nr. 1 von Johannes Brahms wiederum erhält das Armida Quartett Unterstützung von zwei Modiglianis, dem Bratscher Laurent Marfaing und dem Cellisten François Kieffer. Obgleich der Komponist es als »langes, sentimentales Stück« bezeichnete, muss er doch soweit damit zufrieden gewesen sein, dass er es als das erste seiner Werke veröffentlichen ließ.

(Foto: Felix-Broede)

(Foto: promo)