Kammermusik

Noah Bendix-Balgley Violine

Matthew McDonald Kontrabass

Yannick Rafalimanana Klavier

Bruno Delepelaire Violoncello

Máté Szűcs Viola

Krzysztof Penderecki

Duo concertante für Violine und Kontrabass

Noah Bendix-Balgley Violine, Matthew McDonald Kontrabass

Paul Hindemith

Sonate für Kontrabass und Klavier

Matthew McDonald Kontrabass, Yannick Rafalimanana Klavier

Claude Debussy

Klaviertrio G-Dur

Noah Bendix-Balgley Violine, Bruno Delepelaire Violoncello, Yannick Rafalimanana Klavier

Franz Schubert

Klavierquintett A-Dur D 667 »Forellenquintett«

Noah Bendix-Balgley Violine, Máté Szűcs Viola, Bruno Delepelaire Violoncello, Matthew McDonald Kontrabass, Yannick Rafalimanana Klavier

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

»Kammermusik«, sagt Krzysztof Penderecki, »ist das Allerschwierigste. Ein Oratorium zu komponieren ist für mich kein Problem. Ich setze mich vors Papier und schreibe, aber bei Kammermusik, wo jede Note am richtigen Platz sein muss, kann man nichts vertuschen. Alles ist […] gleichermaßen wichtig.« Die eigene Hinwendung zu kammermusikalischen Genres ab den frühen 1990er-Jahren beschrieb der 1933 in Dębica geborene polnische Komponist selbst als Rückzug »zur Intimität«. Kein Wunder, dass er in seinen seitdem entstandenen Werken kleiner Besetzung einen bislang ungewohnt lyrischen Tonfall anschlug.

Das von Penderecki für Anne-Sophie Mutter komponierte Duo concertante für Violine und Kontrabass macht den Anfang dieses philharmonischen Kammerkonzerts – gespielt vom 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, Noah Bendix-Balgley, und Matthew McDonald, dem 1. Solo-Bassisten des Orchesters. Mit Hindemiths Sonate für Kontrabass und Klavier folgt anschließend ein Werk, in dem das als Solist oft belächelte tiefe Streichinstrument mit allerhand technischen Finessen wie Flageoletts, reicher Ornamentik und reizvollen Pizzicati aufwartet, wobei Kontrabass- und Klavierstimme zu einem kunstvollen Ganzen verschmolzen werden. (Den Klavierpart übernimmt der französische Pianist Yannick Rafalimanana.)

Nicht minder eindrucksvoll ist das Klaviertrio G-Dur von Claude Debussy. 1880 entstanden gilt es als Frühwerk eines vielversprechenden Talents, das noch nach seiner eigenen Musiksprache sucht. Abgerundet wird der Abend mit Schuberts bekanntem Forellenquintett, bei dem der 1. Solo-Bratscher der Philharmoniker, Máté Szűcs, die Violastimme übernimmt. Der heitere und konfliktlose Charakter der Musik wird in dem namengebenden Variationssatz insofern akzentuiert, als dass Schubert die dramatische Trübung der dritten Liedstrophe sowohl im Thema als auch in den Veränderungen kurzerhand übergeht.

(Foto: Sebastian Hänel)