(Foto: The Museum of Modern Art New York)

Musikfest Berlin

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

Daniele Gatti Dirigent

Carl Maria von Weber

Ouvertüre zur Oper Euryanthe op. 81

Wolfgang Rihm

IN-SCHRIFT

Anton Bruckner

Symphonie Nr. 9 d-Moll

Die Side-by-Side-Aufführung der Euryanthe-Ouvertüre mit dem Bundesjugendorchester wird unterstützt von dessen Träger, dem Deutschen Musikrat, und der Stiftung Bundesjugendorchester.

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

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Programm

Seit August 2016 besucht das Koninklijk Concertgebouw Orkest Amsterdam nach und nach alle 28 Staaten der EU. Seine Gastkonzerte eröffnet es stets gemeinsam mit einem Jugendorchester des jeweiligen Landes. In Deutschland spielt es Side by Side mit dem Bundesjugendorchester die Ouvertüre zu seinem Musikfest-Programm. Zwei Schwerpunkte bestimmen wie konträre Pole das Programm des diesjährigen Festivals: Musik von und um Claudio Monteverdi und die große Symphonik um die vorletzte Jahrhundertwende. Das Amsterdamer Eliteensemble, regelmäßiger Gast beim Musikfest, bringt beide zusammen. Wolfgang Rihm komponierte sein Orchesterstück IN-SCHRIFT für eine Aufführung im Markusdom von Venedig, wo Monteverdi von 1613 bis zu seinem Tod die musikalischen Geschicke lenkte. Die Verteilung mehrerer Chöre im Raum, Wahrzeichen der Musik an San Marco, wollte Rihm nicht einfach übernehmen »Alle Räumlichkeit sollte in die Musik einbeschrieben sein.« Wolfgang Schreiber charakterisierte IN-SCHRIFT als »ein Poème von lyrischer und zugleich wilder Schönheit, von abgründiger Tiefe« – symphonische Musik, die im sakralen Raum zur Welt kam. Bruckner nahm bei seiner Neunten den sakralen Raum in die Symphonie, die er nicht vollendete. Im letzten vollständig ausgearbeiteten, dem langen langsamen Satz, kommen sich Katastrophe und Entrückung so nah wie selten sonst. Das ist christliche Spiritualität in konzentriertester Form, ohne Worte, Jüngster Tag und himmlische Schönheit, und das alles in der weltlichen Gattung par excellence zur Klangsprache gebracht.

(Foto: The Museum of Modern Art New York)