Musikfest Berlin

Quartett der Kritiker des Preises der deutschen Schallplattenkritik e.V.:

Eleonore Büning Frankfurter Allgemeine Zeitung

Volker Hagedorn Journalist und Buchautor

Matthias Hengelbrock freier Musikjournalist

Michael Stegemann Professor für Musikwissenschaft, TU Dortmund

Olaf Wilhelmer Moderation

Monteverdi 450

Das Quartett der Kritiker spricht und diskutiert über Claudio Monteverdis Opern, insbesondere über die Interpretationsgeschichte von Il ritorno d’Ulisse in patria.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin in Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 03. Sep 2017, 15:00 Uhr

Italienisches Kulturinstitut Berlin

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Kritiker und Künstler sind keineswegs natürliche Feinde, auch wenn das gerne karikaturenhalber behauptet wird. Immerhin gab es Zeiten, da spielten sie, wie Hanslick und Brahms, vierhändig miteinander Klavier. Es gibt jedoch keinen Anlass anzunehmen, diese guten alten Zeiten seien vorüber. Auch wenn die alten Zeiten in Wahrheit niemals so gut waren, wie ihnen später nachgesagt wird. Deshalb ist es wichtig, dass all diejenigen, denen die Kunst eine Herzensangelegenheit ist und die ihre Sachwalter sind, an einem Strang ziehen, gemeinsam und für die Kunst und – durchaus kritisch. Freilich hat im Fall der Musikkritik das allfällige Geschäft der Public Relation (Porträts, Homestory, Interview) den kritischen Diskurs über die Werke und deren Interpretation (Rezension) in vielen Zeitungen und Zeitschriften schon aufs Briefmarkenformat zurückgedrängt. Die Werbung ersetzt Argumente. In den Klassikforen im Internet wird zwar von vielen sehr viel argumentiert, aber auch viel gefaselt. Und so ist eine kritische »Institution« wie die Bestenlisten, die der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) vierteljährlich veröffentlicht, wichtiger denn je.

Eine Handvoll Musikkritiker hatte sich vor rund 50 Jahren zusammengetan, um diesen Preis zu gründen mit dem Ziel, für den von PR überfluteten Schallplattenmarkt eine zuverlässige Qualitätskontrolle zu installieren, klare Empfehlungen zu geben und die Interpretationskunst zu fordern. Heute gehören rund 140 Musikkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu diesem Verein, sie arbeiten alle ehrenamtlich und unentgeltlich in 29 Fach-Jurys und küren, neben den Bestenlisten, in jedem Herbst Jahres- und Ehrenpreisträger. Vier von ihnen setzen sich jeweils zusammen zu einem Quartett der Kritiker, um ein bestimmtes Werk zu diskutieren, das live auf der Bühne zur Aufführung kommt.