Musikfest Berlin

Das Bayerische Staatsorchester und Kirill Petrenko

Neben Ligetis mystisch-schwebendem Lontano präsentiert dieses Konzert zwei symphonische Porträts: Bartóks sehnsüchtiges Violinkonzert Nr. 1, in dem der Komponist seiner Jugendliebe ein Denkmal setzt, und der Sinfonia domestica, mit der Richard Strauss ein liebevolles Bild seiner Familie zeichnet. Das Bayerische Staatsorchester spielt unter Leitung von Kirill Petrenko, ab 2019 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Solist ist Frank Peter Zimmermann.

Bayerisches Staatsorchester

Kirill Petrenko Dirigent

György Ligeti

Lontano für großes Orchester

Béla Bartók

Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 Sz 36

Frank Peter Zimmermann Violine

Richard Strauss

Sinfonia domestica op. 53

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Mi, 14. Sep 2016, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:00 Uhr

Live in der Digital Concert Hall zur Übertragung

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

»Die Musik zieht, wie ein Komet seinen Schweif, einen breiten Bereich an Assoziationen aus allen Ebenen der menschlichen Erlebnisse nach sich«, erklärte György Ligeti gegenüber Ove Nordwall. »Auf diese Weise ist für mich Musik, oder das artifizielle Produkt ‚Kunstwerk’, mit allen Ebenen der Vorstellung, auch des realen Lebens, verbunden. Aber alles wird in Musik umgesetzt.« Auch die Erfahrung mit der Kunst. Ein Stück wie Lontano wäre ohne die spätromantische Orchesterkultur eines Wagner, Bruckner, Mahler, Strauss, Debussy kaum denkbar. Ligetis neue Harmonik entsteht aus einem gelenkten Schweben durch die Virtualität dieses Klangraums. Wie durch eine Osmose wird die Bewegung in neue Erfahrung transformiert. Die Idee der Metamorphosen, die den Anlass einer Komposition noch ahnen lassen, gilt auch für die Verwandlung von Autobiographischem in Kunst. Bartóks richtete sein Erstes Violinkonzert an die Studienjahre, die Geigerin Stefi Geyer. Sie meinte, im ersten Satz des Werkes habe er sie als junges Mädchen porträtiert, das er liebte, im zweiten mit den akrobatischen Kadenzpassagen dagegen als die Virtuosin, die er bewunderte. Strauss stand an mancher Stelle Pate. Vier Jahre zuvor hatte er mit der Symphonia domestica ein Selbst- und Familienporträt in orchestralem Breitwandformat herausgebracht. Auch darin ist alles, selbst die Koketterie mit Schlafzimmerwahrheiten, ganz in Musik umgesetzt. Das Bayerische Staatsorchester kommt mit Kirill Petrenko nach Berlin, Solist des Abends ist der Geiger Frank Peter Zimmermann.

Musikfest Berlin 2016

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