Musikfest Berlin

Die Junge Deutsche Philharmonie und Jonathan Nott

Die Junge Deutsche Philharmonie und Jonathan Nott präsentieren zwei Werke, die neue Kapitel der Musikgeschichte aufgeschlagen haben: Beethovens beispiellos emotionale Eroica und Varèses Stück Déserts, das durch die Verwendung von Tonbandeinspielungen das Klangspektrum der Konzertmusik fundamental erweiterte. Als Solist in Ligetis vielgestaltig-virtuosem Violinkonzert ist Pekka Kuusisto zu erleben.

Junge Deutsche Philharmonie

Jonathan Nott Dirigent

Pekka Kuusisto Violine

Paul Jeukendrup Klangregie

Matineekonzert

Edgar Varèse

Déserts für 15 Instrumentalisten, Schlagzeuger und Tonband

György Ligeti

Konzert für Violine und Orchester

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

So, 11. Sep 2016, 11:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 10:00 Uhr

Live in der Digital Concert Hall zur Übertragung

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Edgard Varèses Bewunderung für Beethoven ist mehrfach verbürgt. Eine Fotografie zeigt ein Beethovenportrait auf seinem Arbeitsplatz. Beethoven verkörperte für ihn den Prototyp des modernen Komponisten. Beethoven stand auch Modell für die Titelfigur des Romans Jean-Christophe des mit Varèse befreundeten Schriftstellers Romain Rolland, der in diese Figur auch Züge von Varèse einfließen ließ. Die Uraufführung von Déserts 1954 in Paris unter der Leitung von Hermann Scherchen war ein Skandal. Mit Unverständnis reagierte das Publikum auf die Tonband-Einspielungen, mit denen Varèse seine musikalische Sprache weiter anreicherte. In Hamburg, wo Déserts im gleichen Jahr in Hamburg unter Bruno Maderna gespielt wurde, war es dann ein großer Erfolg. Diesmal steuerte Karlheinz Stockhausen die Tonband-Interpolationen aus. Die Verschmelzung von äußeren Impulsen und Eindrücken mit inneren Bildern gilt für Varèses Wüstenstück wie für Ligetis Konzert für Violine und Orchester. Bei Ligeti führt ein Amalgam aus heterogene Eindrücken – Eindrücke afrikanischer Musik, Geometrie, nicht-temperierten Stimmungssystemen zu neuen rhythmischen Konstellationen, harmonischen Farben und Formprozessen.

(Foto: Achim Reissner)

Musikfest Berlin 2016

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