(Foto: Monika Rittershaus)

Berliner Philharmoniker Open Air 2016

Die Berliner Philharmoniker und die Deutsche Bank laden ein

Die Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle und die Deutsche Bank laden zum Saisonstart alle Berliner und Gäste der Stadt zu einem Open-Air-Konzert auf dem Kulturforum direkt neben der Philharmonie. Der Eintritt ist frei. Eröffnet wird die Veranstaltung um 16 Uhr vom Syrian Expat Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Mariano Domingo, das zu Beginn ein klingendes Zeichen gegen den Krieg und für die Völkerverständigung setzt. Ab 18 Uhr präsentieren die Berliner Philharmoniker und Simon Rattle Brahms’ sonnendurchflutete Zweite Symphonie und die rasanten Slawischen Tänze von Antonín Dvořák.

Syrian Expat Philharmonic Orchestra

Mariano Domingo Dirigent

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Jörg Thadeusz Moderation

Nicolas Ruegenberg

Unisono

Syrian Expat Philharmonic Orchestra , Mariano Domingo Dirigent

Syrische symphonische Musik

Syrian Expat Philharmonic Orchestra , Mariano Domingo Dirigent

Johannes Brahms

Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Berliner Philharmoniker , Sir Simon Rattle Dirigent

Antonín Dvořák

Slawische Tänze (Auswahl)

Berliner Philharmoniker , Sir Simon Rattle Dirigent

Termine und Karten

Sa, 27. Aug 2016, 16:00 Uhr

Kulturforum Berlin

Programm

Neben der traditionellen Saisoneröffnung im eigenen Haus starten die Berliner Philharmoniker gemeinsam mit der Deutschen Bank auch auf dem Kulturforum in die neue Spielzeit – mit einem Orchesterprogramm, das sich aus Werken von Johannes Brahms und Antonín Dvořák zusammensetzt. Die Zweite ist Brahms’ populärste Symphonie: ein überaus kantables Werk. Anlässlich der erfolgreichen Uraufführung, die am 30. Dezember 1877 im Rahmen des 4. Philharmonischen Konzerts im Großen Musikvereinssaal in Wien stattfand, schrieb Eduard Hanslick in der Neuen Freien Presse: »Die zweite Symphonie scheint wie die Sonne erwärmend auf Kenner und Laien, sie gehört allen, die sich nach guter Musik sehnen, mögen sie die schwierigste fassen oder nicht.« Zweifellos präsentiert sich in der Zweiten Brahms’ dichte motivisch-thematische Arbeit im Vergleich zu seinem symphonischen Erstling unangestrengter, selbstverständlicher und raffinierter, was der Musik ihre unmittelbare Eingängigkeit verleiht. Kein Wunder also, dass Sir Simon und die Berliner Philharmoniker gerade dieses Werk für ihr Konzert am Kulturforum ausgewählt haben: Musik von »übermüthig überlegenem Humor [...] mit Klangwirkungen von entzückender Schönheit«. (Konstitutionelle Vorstadt-Zeitung)

Gleiches ließe sich auch über die anschließend auf dem Programm stehenden acht Slawischen Tänze sagen. In ihnen griff Antonín Dvořák – anders als Brahms in seinen Ungarischen Tänzen – nicht auf vorhandene Tanzmelodien zurück, sondern verband kunstvoll die typischen Elemente der tschechischen Folklore mit den melodischen und rhythmischen Charakteristika seines eigenen Komponierens. Die Resonanz auf die Klaviersammlung war gewaltig: Bereits wenige Monate nach ihrem Erscheinen erhielt der bis dahin noch weitgehend unbekannte Komponist zahlreiche Anfragen von renommierten Verlagen wie Bote & Bock, Schlesinger und Steingräber. Zudem erschien in der Berliner National-Zeitung ein langer Artikel von Louis Ehlert, der seinerseits einen »förmlichen Sturm auf die Musikalienhandlungen« hervorrief, wie der damals bekannte Musikkritiker in einem Brief vom 27. November 1878 an Dvořák schrieb. Auch mit der umgehend angefertigten Orchesterfassung der Stücke war der Komponist sehr zufrieden: »[...] sie klingen wie der Teufel ...«

In Fortsetzung ihres Engagements für Flüchtlinge hat das Orchester auch das Syrian Expat Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Mariano Domingo eingeladen, das zu Beginn ein klingendes Zeichen gegen den Krieg und für die Völkerverständigung setzen wird. Gespielt wird neben Nicolas Ruegenbergs Komposition UNISONO, die musikalisch einen Dialog der Kulturen darstellt und unter Beteiligung von Flüchtlingen entstanden ist, auch syrische symphonische Musik. Das projekteweise und in wechselnden Besetzungen zusammenkommende Exil-Orchester wurde 2015 von Raed Jazbeh in Bremen gegründet – ein Ensemble, das sich aus syrischen Musikern zusammensetzt, die inzwischen in verschiedenen europäischen Ländern eine neue Heimat gefunden haben. Zum gemeinsamen Musizieren lädt der zweite Programmpunkt des Open-Air-Konzerts ab 17 Uhr ein, der auch für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit bietet, musikalisch mitzuwirken. Mehr kann allerdings noch nicht verraten werden, das Stichwort aber lautet: »Gesang«.

(Foto: Monika Rittershaus)

Gut zu wissen:

16 Uhr: Konzert des Syrian Expat Philharmonic Orchestra
17 Uhr: Sing along, Berlin! 
18 Uhr: Konzert der Berliner Philharmoniker

Freier Eintritt
Keine Eintrittskarten
Verkauf von Speisen und Getränken ab 15 Uhr

Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher, bei der Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.

Open Air 2016

Auf dem Kulturforum

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