Education

Ferienprojekt – Musik für Ecken

Was passiert, wenn Schüler in den Ferien nicht auf der faulen Haut liegen, sondern sich intensiv mit Musik auseinandersetzen? Eine Woche lang haben die Teilnehmer des Ferienprojekts auf spielerische Weise mit Klängen, Tönen und Instrumenten experimentiert, sich ausprobiert und ihr kreatives Potential erkundet. Nun kann man sich in diesem Konzert von der Wirkung ihrer Arbeiten überzeugen.

Max Kullmann Architekt und Projektleitung

Patrick Hollich Klarinette

10 Jugendliche im Alter von 14 – 19 Jahren

Kreatives Projekt zum Thema Improvisation und Komposition für Jugendliche von 14 bis 19 Jahren – Präsentation der Ergebnisse

Termine und Karten

Sa, 24. Okt 2015, 17:30 Uhr

Philharmonie Südfoyer

Programm

Das wichtigste Musikinstrument ist der Raum. Ob wir in Höhlen, Amphitheatern, Kirchenschiffen, Konzertsälen, Badezimmern oder digitalen Aufnahmestudios musizieren: Nichts formt den Klang so sehr wie die Orte, an denen Klänge gespielt und erlebt werden. Ein besonderer Raum ist die Berliner Philharmonie, die vor über fünfzig Jahren von dem Architekten Hans Scharoun entworfen wurde.

Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren haben dim iesjährigen Herbstferien-Projekt die Möglichkeit, unter Leitung von Max Kullmann Grundlagen der Raumakustik kennenzulernen und kleine Experimente zum räumlichen Hören durchzuführen. Gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker erforschen sie die Akustik der so unterschiedlichen Räume der Philharmonie und erleben die Architektur von Hans Scharoun nicht nur mit den Augen, sondern vor allem mit ihren Ohren. Ausflüge zu ungewöhnlich klingenden Orten in der Stadt schärfen darüber hinaus das Bewusstsein für die Klanglandschaften in den Sälen der Philharmonie. Aus den Hörerfahrungen konstruieren die Teilnehmenden Klangerzeuger, die die Klänge besonderer Orte in der Philharmonie wiedergeben sollen und kombinieren sie mit ihrer eigenen Live-Musik.

Projektleiter Max Kullmann studierte Architektur an der Technischen Universität und Sound Studies an der UdK Berlin. Er ist Mitgründer von »hands on sound«, einem Büro für akustische Szenografie, das Klänge und Geräusche für lehrreiche und nicht alltägliche Situationen wie z. B. Ausstellungen in Museen, hörbare Wegweiser oder Tanzaufführungen produziert . Er arbeitet gerne mit Klängen im Raum. Dabei muss es sich nicht um klassische Musik und Konzertsäle handeln. Auch Klangerzeuger aller Art, wie Lautsprecher und mechanische Konstruktionen kommen zum Einsatz, die die Menschen in der Natur, in Tunneln oder auf der Straße zum Hinhören bringen.