Musik bewegt Bilder

Konzert für eine taube Seele

Film: Auf den Spuren Maurice Ravels

»Konzert für eine taube Seele« nähert sich der geheimnisvollen Biografie von Maurice Ravel und zeigt ihn in seiner schicksalhaften Zerrissenheit zwischen international gefeierter Künstlerpersönlichkeit und innerlicher Ausweglosigkeit. Der poetisch-melancholische Film von Christoph Werner eröffnet neue Blicke auf die rätselhafte Persönlichkeit des Komponisten.

Ein Spiel für Ragna Schirmer und Puppen über Maurice Ravel von Christoph Werner Filmregie: Axel Fuhrmann (Deutschland 2014)

Termine und Karten

Mi, 20. Apr. 2016 18 Uhr

Hermann-Wolff-Saal

Programm

Konzert für eine taube Seele nähert sich der geheimnisvollen Biografie von Maurice Ravel (1875 – 1937) und zeigt ihn in seiner schicksalhaften Zerrissenheit zwischen international gefeierter Künstlerpersönlichkeit und innerlicher Ausweglosigkeit. Ravel litt in späteren Jahren unter der degenerativen Hirnerkrankung Morbus Pick. Er hatte Probleme mit dem Sprechen, Schreiben und Komponieren, ihn quälten unerträgliche Kopfschmerzen, er litt unter Passivität und Schlaflosigkeit. Hinzu kamen ein eigenwilliges soziales Verhalten und ein Verlorenheitsgefühl. Ravel kämpfte vergeblich gegen den Verfall, hatte er doch »noch so viel Musik im Kopf. Ich habe noch nichts gesagt. Ich habe noch alles zu sagen«. Am 28. Dezember 1937 starb er in Paris wenige Tage nach einer Gehirnoperation.

Der Regisseur und Autor Christoph Werner, Künstlerischer Leiter des Puppentheaters Halle, entwickelte ein dramatisch-musikalisches Stück für Puppen, Schauspieler und Ragna Schirmer. Die Pianistin spinnt mit den Klavierzyklen Miroirs und Gaspard de la nuit nicht nur den musikalischen roten Faden; sie verkörpert zum Teil selbst szenisch die Musik. »In ruhigen, poetischen Bildern gelingt es ihrem einstündigen Konzert für eine taube Seele, das eigentlich Unergründliche zu ergründen – und dem Zuschauer einen Komponisten näher zu bringen, der zeitlebens, internationalem Renommee zum Trotz, innerlich vollkommen zerrissen rastlos blieb.« (www.unter-ton.de) Der poetisch-melancholische Film eröffnet neue Blicke auf die geheimnisvolle Persönlichkeit des Komponisten Maurice Ravel.