Die Konzerte am 17. und 18.4. (Kopernikus) werden auf einen späteren Termin verschoben.

Kammermusik

Artist in Residence: Peter Sellars

Peter Sellars, in dieser Saison Artist in Residence, stellt seine szenische Interpretation der Kammeroper »Kopernikus« des hierzulande kaum bekannten kanadischen Komponisten Claude Vivier vor. Vivier selbst bezeichnete das zwischen Realität und Traumwelten vagierende, mit großem Klangsinn konzipierte Werk als »opéra-rituel de mort«.

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Neue Vocalsolisten Stuttgart

Reinbert de Leeuw Dirigent

Peter Sellars Inszenierung

Claude Vivier

Kopernikus konzertante Aufführung

Termine und Karten

Die Konzerte am 17. und 18.4. (Kopernikus) werden auf einen späteren Termin verschoben.

So, 17. Apr. 2016 20 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie Sonderkonzert Kammermusik

Programm

Peter Sellars Inszenierungen der Passionen von Johann Sebastian Bach nach den Evangelien des Matthäus und Johannes erlangten schon bei ihren ersten Berliner Aufführungsserien Kultstatus. In der Saison 2015/2016 ist mit dem US-amerikanischen Tausendsassa des (Musik-)Theaters erstmals ein Regisseur Artist in Residence bei den Berliner Philharmonikern. Im April 2016 wird Sellars seine szenische Interpretation einer Kammeroper des hierzulande kaum bekannten kanadischen Komponisten Claude Vivier zur Diskussion stellen.

1948 in Montréal geboren, studierte Vivier zunächst am Konservatorium seiner Heimatstadt, später ermöglichte ihm ein Stipendium des Conseil des Arts de Canada u. a. weiterführende Studien bei Karlheinz Stockhausen in Köln. Ausgedehnte Reisen durch Asien gaben Vivier zusätzliche musikalische Impulse. Ein Jahr nachdem sich der Komponist in Frankreich niedergelassen hatte fand sein Leben ein vorzeitiges und gewaltsames Ende: 1983 wurde Vivier ermordet in seiner Pariser Wohnung aufgefunden.

Fraglos ein Hauptwerk Viviers ist das 1980 uraufgeführte Musiktheater Kopernikus nach einem Libretto des Komponisten. Das zwischen Realität und Traumwelten vagierende, mit großem Klangsinn gesprochene und gesungene Sprache zu einer bezwingenden Klangeinheit verbindende Werk bezeichnete der Vivier selbst als »opéra-rituel de mort« – womit sich der Kreis zu Peter Sellars vorangegangenen szenischen Arbeiten für und mit den Berliner Philharmonikern schließt. Unter der Leitung des niederländischen Dirigenten und Komponisten Reinbert de Leeuw begleiten Mitglieder der Berliner Philharmoniker die Neuen Vocalsolisten Stuttgart, einem siebenköpfigen Ensemble, das sich besonders der zeitgenössischen Musik widmet; allein im Jahr 2015 sind die Sänger an über 25 Uraufführungen beteiligt.

(c) Monika Ritterhaus