Kammermusik

Unterwegs – ins Mittelalter

Wegen Erkrankung musste Roger Willemsen die Moderation der Konzertreihe »Unterwegs« leider absagen. Die Veranstaltungen finden jedoch wie geplant statt. Wir informieren Sie hier an dieser Stelle, sobald feststeht, wer die Moderation übernimmt. Das dritte Konzert der Reihe »Unterwegs« ist eine Zeitreise in das 12. und 13. Jahrhundert, in dem fahrende Sänger, Troubadoure, von Hof zu Hof, von Burg zu Burg zogen und ihre Kunst zum Besten gaben. Mit Forabandit und Lo Còr de La Plana sind zwei Ensembles zu Gast, die auf ganz unterschiedliche Weise mit ihrer Musik an die Gesänge der Troubadoure anknüpfen und sie in eine moderne, zeitgemäße Klangsprache übertragen.

N. N. Moderation

Forabandit:

Sam Karpienia Mandoloncello, Bass-Mandoloncello und Gesang

Ulaş Özdemir Bağlama, Bass-Bağlama, Cura und Gesang

Bijan Chemirani Zarb, Daf und Perkussion

Lo Còr de La Plana:

Manu Théron Gesang, Tamburin und Künstlerische Leitung

Rodin Kaufmann Gesang und Tamburin

Benjamin Novarina-Giana Gesang und Tamburin

Denis Sampieri Gesang und Tamburin

Sébastien Spessa Gesang und Tamburin

Teil 3: Unterwegs mit provenzalischen Troubadouren

Termine und Karten

Programm

Das 12. und 13. Jahrhundert war die Zeit der fahrenden Sänger, der Troubadoure, die von Hof zu Hof, von Burg zu Burg zogen und ihre Kunst zum Besten gaben. Ihre Lieder, die sie in Okzitanisch, einer galloromanischen Sprache, vortrugen, beeinflussten die gesamte europäische Dichtung des Mittelalters. Diese alte südfranzösische Kultur fasziniert heute noch immer. In Marseille bildete sich in den vergangenen Jahren ein Zentrum, in dem verschiedene Ensembles sich mit der Poesie und Musik der Troubadoure auseinandersetzen.

Im dritten Konzert der Reihe Unterwegs werden zwei Formationen vorgestellt, die auf ganz unterschiedliche Weise mit ihrer Musik an die Gesänge der provenzalischen Troubadoure anknüpfen und sie in eine moderne, zeitgemäße Klangsprache übertragen. In der Gruppe Forabandit haben drei Musiker zusammengefunden, die die französische Troubadourkunst mit den Gesängen und Liedern der Aşık, der wandernden Sänger Anatoliens verbinden. Führender Kopf des Ensembles ist Sam Karpienia, der nicht nur über eine kraftvolle, expressive Stimme verfügt, sondern auch Mandoloncello spielt. Er wird unterstützt von dem türkischen Sänger und Bağlama-Spieler Ulaş Özdemir sowie dem iranischen Perkussionisten Bijan Chemirani.

Lo Còr de La Plana hingegen ist ein nur aus Männern bestehendes A-Cappella-Ensemble, das seinen Gesang mit Tamburins begleitet und die archaischen Klangwelten der Gregorianik und der arabischen Musik beschwört. Troubadoure von heute, die ihr Publikum genauso wie ihre Vorbilder vor hunderten von Jahren in den Bann ihres Vortrags ziehen.

(c) Santi Oliveri