Kammermusik

Barocke Klangpracht

Innerhalb von zehn Jahren erspielten sich das Prager Barockorchester Collegium 1704 und das Vokalensemble Collegium Vocale 1704 unter der Leitung von Václav Luks in der Alten-Musik-Szene einen herausragenden Ruf. Die beiden tschechischen Formationen treten nun zum ersten Mal in der Reihe »Originalklang« auf – mit festlichen Vokalwerken der beiden Dresdner Hofkapellmeister Johann David Heinichen und Dismas Zelenka sowie der Messe g-Moll BWV 235 von Johann Sebastian Bach.

Collegium 1704

Collegium Vocale 1704

Václav Luks Dirigent

Hana Blažíková Sopran

Kamila Mazalová Alt

Václav Cížek Tenor

Tomáš Král Bass

Johann David Heinichen

Concerto a 7 G-Dur S 214

Johann Sebastian Bach

Messe g-Moll BWV 235

Jan Dismas Zelenka

Missa Omnium Sanctorum a-Moll ZWV 21

Termine und Karten

Programm

Jan Dismas Zelenka, dessen Schaffen Johann Sebastian Bach sehr schätzte, gilt neben Johann David Heinichen als einer der bedeutendsten Vertreter des Dresdner Barock. Dass seine Missa Omnium Sanctorum ZWV 21 von 1741 mit dem Titel Missa Ultimarum Sexta, »die sechste der letzten Messen«, und weiter: »et forte Omnium Ultima Dicta« – »die letzte von allen« – zu seinen späten Werken gehört, überrascht kaum. In dem prachtvollen Werk werden die einzelnen Abschnitte des Messordinariums in musikalisch eigenständige Sätze unterschiedlicher Besetzung und Satztechnik gegliedert – in ausgewogener Disposition der verschiedenen Satztypen des zeitüblichen »vermischten Kirchenstils«, der althergebrachte Formen wie Fuge und Motette mit der »modernen« italienischen Concerto-Form kunstvoll verband.

Italienischen Vorbildern ist dann das festliche Concerto a 7 G-Dur von Johann David Heinichen verpflichtet, in dem das von Telemann inspirierte, schattierungsreiche Klangfarbenspiel, das Heinichen so liebte, einmal mehr zur Entfaltung gebracht wird. Das Prager Barockorchester Collegium 1704, das Vokalensemble Collegium Vocale 1704 und der Cembalist, Hornist und Dirigent Václav Luks widmen sich diesen Werken der beiden Dresdner Hofkapellmeister, gemeinsam mit einem hochkarätigen Solistenensemble, das sich aus Hana Blažíková, Kamila Mazalová, Václav Čížek und Tomáš Král zusammensetzt. Abgerundet wird das Programm mit Johann Sebastian Bachs Messe g-Moll BWV 235, die zu den vier nur aus Kyrie und Gloria bestehenden Lutherischen Messen des Thomaskantors gehören.

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