Ein tschechischer Abend in der Waldbühne

Tschechische Musik steht für Leidenschaft, Rasanz und Farbe – und ist damit bestens geeignet, um das Publikum beim Sommerkonzert in der Waldbühne in Stimmung zu bringen. Yannick Nézet-Séguin, einer der Weltstars der jungen Dirigentengeneration, präsentiert neben Bed?ich Smetanas berühmter Moldau Antonín Dvo?áks sonnig-folkloristische Sechste Symphonie. In einem weiteren Stück Dvo?áks, seinem Violinkonzert, begegnet uns die wunderbare Geigerin Lisa Batiashvili.

Berliner Philharmoniker

Yannick Nézet-Séguin Dirigent

Lisa Batiashvili Violine

Bedřich Smetana

Vltava (Die Moldau), Nr. 2 aus Má vlast (Mein Vaterland)

Antonín Dvořák

Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53

Lisa Batiashvili Violine

Antonín Dvořák

Symphonie Nr. 6 D-Dur op. 60

Termine und Karten

So, 26. Jun. 2016 20:15 Uhr

Waldbühne Berlin

Programm

Für Yannick Nézet-Séguin ist dieses Konzert eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal dirigiert der Kanadier die Berliner Philharmoniker bei ihrem Saisonabschlusskonzert in der Waldbühne, außerdem präsentiert er sich erstmals seit seinem Debüt bei dem Orchester 2010 als Interpret der beiden großen tschechischen Nationalkomponisten Bedřich Smetana und Antonín Dvořák.

Smetana schuf mit seinem Orchesterzyklus Má Vlast ein musikalisches Porträt seines Heimatlands, vor allem der zweite Teil Die Moldau wurde zum Inbegriff tschechischer Musik. In dieser mitreißenden Symphonischen Dichtung beschreibt der Komponist den Lauf des Flusses Moldau von der Quelle – vorbei an fröhlichen Dorffesten, Jagdszenen, gefährlichen Stromschnellen und der majestätischen Stadt Prag – bis er, nachdem er die Burg Vyšehrad passiert hat, in die Ferne entschwindet. Smetana verbindet in dem Werk rhythmische und melodische Elemente der tschechischen Folklore mit Stilmitteln westlicher Symphonik.

Gleiches gilt auch für Antonín Dvořák, der sich zunächst an Komponisten wie Wagner, Schumann und Liszt orientierte, ehe er in den Slawischen Tänzen zu seiner eigenen, vom böhmischen Idiom geprägten Klangsprache fand. So enthält auch seine Sechste Symphonie zahlreiche Anklänge an tschechische Volkslied- und Tanzweisen, die für Dvořáks Musik typisch sind. Das Violinkonzert, das der Verleger Simrock bei dem Prager Komponisten in Auftrag gab, ist ebenfalls von slawischen Tanzrhythmen inspiriert. Das mitreißende Stück wird von der georgischen Violinistin Lisa Batiashvili gespielt, die bei ihrem letzten Konzert mit den Berliner Philharmonikern 2012 von der Presse als »Ballerina auf der Geige« gefeiert wurde.