Podiumskarten sind an der Kasse erhältlich.

»Pelléas et Mélisande« mit Simon Rattle und Peter Sellars

Von einer »Sternstunde« sprach die Presse, als Simon Rattle 2008 mit Debussys Pelléas et Mélisande an der Berliner Staatsoper Unter den Linden debütierte. Nun interpretiert Rattle das impressionistische Meisterwerk mit seinen düster-geheimnisvollen Traumbildern mit den Berliner Philharmonikern. Neben Magdalena Kožená und Christian Gerhaher in den Titelpartien wirkt Starregisseur Peter Sellars mit, der nach Bachs Passionen erstmals eine Oper in der Philharmonie inszeniert.

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Magdalena Kožená Mezzosopran (Mélisande)

Christian Gerhaher Bariton (Pelléas)

Peter Sellars Inszenierung

Claude Debussy

Pelléas et Mélisande halbszenische Aufführung

Magdalena Kožená Mezzosopran (Mélisande), Christian Gerhaher Bariton (Pelléas), Bernarda Fink Alt (Geneviève), Franz-Josef Selig Bassbariton (Arkel), Gerald Finley Bassbariton (Golaud), Solist des Tölzer Knabenchors Knabensopran (Yniold), Jörg Schneider Bass (Ein Arzt), Sascha Glintenkamp Bassbariton (Schäfer), Rundfunkchor Berlin , Nicolas Fink Einstudierung, Peter Sellars Inszenierung

Termine und Karten

Mi, 16. Dez. 2015 20 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie G

Sa, 19. Dez. 2015 19 Uhr

Philharmonie | Einführung: 18:00 Uhr

Aboserie E

Programm

»Alle Sterne stürzen nieder«, singt Pelléas im vierten Akt von Claude Debussys Maeterlinck-Oper Pelléas et Mélisande. »Auf dich und mich!«, antwortet Mélisande. Kurz zuvor hatten sich beide ihre verbotene Liebe gestanden. Was folgt, ist der Showdown: Das Paar sieht aus dem Dunkel Mélisandes Mann Golaud mit gezogenem Degen auf sich zustürmen. Er streckt seinen Halbbruder Pelléas wutentbrannt nieder, während Mélisande verwundet flieht. Als Debussys Drame lyrique am 30. April 1902 an der Pariser Opéra-Comique über die Bühne ging, wurde ein neues Kapitel der Musikgeschichte aufgeschlagen. Denn in dem durchkomponierten Bühnenwerk, in dem die rätselhafte Geschichte der beiden Liebenden in einer geheimnisvoll-zeitlosen Traumwelt erzählt wird, gibt es weder Arien noch Ensembles.

Auch die Orchesterzwischenspiele sind organisch in das Ganze integriert – und das, obwohl sie Debussy erst während der Probenarbeit für die Premiere auf die jetzige Ausdehnung brachte, da sie in einer ersten Version für die nötigen Bühnenumbauten nicht lang genug waren. Dabei besteht ihre Funktion nicht nur darin, den Hörer von Szene zu Szene zu geleiten, sondern auch all das zu artikulieren, was der gesungene Text nicht auszudrücken vermag. Schließlich schwebte Debussy bei der Komposition »eine dramatische Form« vor, »in der die Musik dort beginnt, wo das Wort seine Ausdrucksfähigkeit verloren hat«.

Sir Simon Rattle, der im April 2008 mit Debussys Pélleas et Mélisande an der Berliner Staatsoper Unter den Linden debütierte, widmet sich dem symbolistischen Meisterwerk nun mit »seinem« Orchester, und das in einer halbszenischen Realisierung von Peter Sellars, dem philharmonischen Artist in Residence dieser Spielzeit, der 2010 Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion und 2014 dessen Johannes-Passion mit überwältigendem Erfolg in Szene setzte. Magdalena Kožená und Christian Gerhaher übernehmen die Titelpartien. Der kanadische Bassbariton Gerald Finley singt Golaud, während Bernarda Fink als Geneviève und Franz-Josef Selig als König Arkel zu erleben sein werden.

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