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Aktuelles

(Foto: Thomas Rosenthal)

Matineen

31. Oktober 2021 »Ich bin ein Eklektiker«
Eine Saint-Saëns-Matinee zum 100. Todestag

Seinen Karneval der Tiere kennt wohl jeder. Dabei hatte Camille Saint-Saëns diese witzige »zoologische Fantasie« nur für ein Faschingsvergnügen im Freundeskreis komponiert, aus Jux und Tollerei, und sogar auf die Veröffentlichung verzichtet. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet dieses Werk sein übriges OEuvre in den Schatten gestellt hat. Dort lässt sich noch vieles entdecken: Gerade im Bereich der Kammermusik hat Saint-Saëns echte Kostbarkeiten vorgelegt – kein Wunder, gehörte er als Begründer der Société nationale de musique doch zu den Vorkämpfern für eine neue, genuin französische Instrumentalkunst. Sein Schaffen offenbart eine erstaunliche stilistische Vielfalt: »Ich bin Eklektiker«, bekannte er und fügte hinzu: »Leidenschaftlich liebe ich die Freiheit.« Diese Matinee, die den am 16. Dezember 1921 verstorbenen Saint-Saëns anlässlich seines 100. Todestages ehren soll, präsentiert einige seiner schönsten Kompositionen für die Ensemble- und die Duobesetzung. Und führt in sein turbulentes Leben ein.

 

13. Februar 2022 »Wie stark ist nicht dein zauberton!«
Eine Flöten-Matinee mit Emmanuel Pahud

Die Flöte wird geblasen, seit es Menschen gibt. Schon in der Bibel kommt sie vor, und auch die großen Mythen der Welt erzählen von ihr. Da gibt es Flöte spielende Götter wie Krishna und Osiris oder keusche Nymphen, die sich auf der Flucht vor dem zudringlichen Flötisten Pan in Schilfgras verwandeln. Der Rattenfänger von Hameln erwies sich mit seinem Flötenspiel als veritabler Verführer, und in Mozarts Zauberflöte meistert Tamino dank seines Instruments die schwierigsten Prüfungen – selbst Wasserprobe und Feuertaufe können ihm nichts anhaben. »O so eine Flöte ist mehr als Gold und Kronen wert, / Denn durch sie wird Menschenglück und Zufriedenheit vermehrt«, heißt es im ersten Akt der Oper. Das wollen auch wir mit unserer zweiten Matinee erreichen – und haben dafür Emmanuel Pahud mit einer »Carte blanche« ausgestattet. Der gebürtige Genfer ist ein echter »Zauberflötist«: Seit 1993 gehört er auf der Soloposition den Philharmonikern an und hat den Klang des Orchesters wesentlich mitgeprägt. Nun stellt er einige seiner liebsten Kammermusiken vor. Und gibt Auskunft über sein Instrument.

 

19. Juni 2022»Ab wann ist ein Genie genial?«
Eine Wunderkind-Matinee 

Viele Musikerinnen und Musiker machten schon früh auf sich aufmerksam und wurden von der Welt als »Wunderkinder« bestaunt. Doch nicht immer hielt ihr Ruhm lange an – manch einer musste erleben, dass sich die hysterische Begeisterung des Publikums nach einigen Jahren in völliges Desinteresse verwandelte. Auch erinnerte die Art ihrer Auftritte zuweilen eher an den Zirkus und den Jahrmarkt, selbst bei Wolfgang Amadeus Mozart, der als Sechs- oder Siebenjähriger seine Klavierkünste auf einer mit Tüchern verdeckten Tastatur darbieten musste. Und was war von seinen ersten Kompositionen zu halten, die er in diesem Alter schuf? Hatte ihm vielleicht doch Vater Leopold die Feder geführt? Wie viel Eigenes steckt in den Werken der »Wunderkinder« oder, anders formuliert: Ab wann ist ein Genie genial? Dieser Frage wollen wir in der Juni-Matinee nachspüren. Unsere Probanden sind neben Mozart auch Felix Mendelssohn, Erich Wolfgang Korngold und Franz Schubert. Sie gelangen mit Werken zu Gehör, die sie im Alter von 10 bis 17 Jahren geschaffen haben.


Weitere Veranstaltungen für alle Mitglieder

29. Januar 2022, 16.00 Uhr, Kammermusiksaal
»Reden wir über Musik«: Das Philharmoniker-Gen

Die Berliner Philharmoniker haben einen unverwechselbaren Klang. Wer würde dieser Behauptung widersprechen? Aber womit hat dieses Phänomen zu tun? Wie kommt die Klangkontinuität zustanden, die sich über Generationen erstreckt und für die – wer weiß – bestimmte Charakteristika vielleicht schon seit den Gründerjahren weitervererbt wurden? In dieser Diskussionsrunde geht es um Väter und Söhne, die in den Reihen des Orchesters spielten bzw. spielen, wie etwa Giusto und Alessandro Cappone oder Zdzisław und Krzysztof Polonek; um philharmonische Geschwisterpaare wie Cornelia und Julia Gartemann oder Christoph und Martin von der Nahmer; und vor allem um das Lehrer-Schüler-Verhältnis, denn ein Gutteil der heutigen Orchestermitglieder wurde in der Herbert-von-Karajan- Akademie von den älteren Kolleginnen und Kollegen ausgebildet. Eine genealogische Spurensuche.

 

25. Mai 2022, 16.15 Uhr, Philharmonie, Großer Saal
Besuch der Generalprobe mit Paavo Järvi

Als Paavo Järvi im Jahr 2000 seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern gab, konnte er nicht ahnen, welche Folgen dieses Debüt haben würde. Heute gehört der 1962 in Estland geborene Dirigent zu den meistbeschäftigten Pultstars beim Orchester und ist jede Spielzeit hier zu Gast. 2018 leitete er im Markgräflichen Opernhaus zu Bayreuth sogar das Europakonzert. Järvi liebt die Philharmoniker, weil dort jede Musikerin und jeder Musiker einfach Meister ihres Fachs sind. Und die Philharmoniker ihrerseits schätzen seine enorme Vielseitigkeit, die auch bei dieser Generalprobe zu bestaunen ist. Denn auf dem Programm steht zunächst mit Beethovens Achter Symphonie ein Klassiker, dem Järvi allerdings gehörigen Drive und pulsierendes Leben verleiht. Mit der Siebten Sibelius widmet er sich einem skandinavischen Evergreen. Und dazwischen stellt er seinen Landsmann Erkki-Sven Tüür vor: mit einem neuen Flötenkonzert


Weitere Veranstaltungen für Förderer und Mäzene

15. Dezember 2021, 16.15 Uhr, Philharmonie, Großer Saal
Besuch der Hauptprobe mit Zubin Mehta

Dieses Jubiläum muss gefeiert werden! Am 18. September 1961, vor sage und schreibe sechzig Jahren, dirigierte Zubin Mehta erstmals die Berliner Philharmoniker. Damit ist er – noch vor Daniel Barenboim – der dienstälteste Maestro, der dem Orchester bis heute aktiv verbunden ist. Sechs Jahrzehnte Zusammenarbeit sind im Musikleben eine unvorstellbar lange Zeit. Als sich der damals 25-jährige Mehta am Pult in Berlin vorstellte, stand noch nicht einmal die Philharmonie. Rund 175 philharmonische Konzerte hat er seither geleitet und dabei drei Orchestergenerationen erlebt. Kein Wunder, dass Zubin Mehta im November 2019 zum Ehrenmitglied der Berliner Philharmoniker ernannt wurde. Er sei hier schon längst kein Gast mehr, erklärte Orchestervorstand Knut Weber in seiner Ansprache, sondern »Freund, Vorbild, künstlerischer Ratgeber, Publikumsliebling und musikalische Instanz«. Was die besondere Chemie in ihrer künstlerischen Partnerschaft ausmacht, können Sie bei dieser Hauptprobe erleben, wenn Mehta mit den Philharmonikern Mahlers Zweite Symphonie einstudiert.

 

12. März 2022, 16.00 Uhr, Kammermusiksaal
»Reden wir über Musik« Rendez-vous mit Madeleine Carruzzo

Sie hat Musikgeschichte geschrieben: 1982 kam die Schweizer Geigerin Madeleine Carruzzo zu den Berliner Philharmonikern, als erste Frau in den hundert Jahren seit Gründung des Orchesters. Längst ist sie nicht mehr die einzige, doch wenn sie zum Abschluss der Saison 2021/22 ihre philharmonische Karriere beendet, wird sie abermals ein Ausrufezeichen setzen, denn sie ist die erste, die regulär in den Ruhestand tritt. Bei diesem Rendez-vous mit einer echten »prima donna« wollen wir mit Madeleine Carruzzo ihre vierzig Jahre beim Orchester Revue passieren und vier Jahrzehnte voller beglückender Erlebnisse, aufregender Zeitenwechsel und kurioser Geschehnisse lebendig werden lassen.


Frühere Veranstaltungen

2020

16. Februar 2020
»Wahre Kunst ist eigensinnig«

Eine Beethoven-Matinee
Und noch ein Geburtstag, an dem 2020 keiner vorbeikommt: Vor 250 Jahren kam Ludwig van Beethoven zur Welt, von dem es heißt, er sei der »Titan« unter den Komponisten. Tatsächlich kann wohl jeder mit dem Namen Beethoven etwas anfangen, selbst wenn er zur klassischen Musik gar keine Beziehung hat. Für die Klassik-Aficionados aber ist Beethovens Kunst so etwas wie das Tor zum Elysium. Doch wie gut kennen wir Beethoven wirklich? Bei dieser literarisch-musikalischen Beethoven-Matinee lassen wir Zeitzeugen zu Wort kommen, die Beethoven selbst erlebt haben und sich an ihn erinnern – »eine ganz ungebändigte Persönlichkeit« nannte ihn Goethe. Und wir hören Werke, denen man nicht alle Tage begegnet, ja, die man vielleicht gar nicht mit Beethoven verbinden würde. Wie formulierte es schon der Meister selbst? »Wahre Kunst ist eigensinnig

2019

Matineen

23. Juni 2019
Reise um die Welt in 60 Minuten

Eine Urlaubs-Matinee Die Saison geht zu Ende, die Ferienzeit beginnt, die Gedanken eilen schon voraus in den Urlaub, zu den ersehnten Reisezielen nah und fern. Musikerinnen und Musiker der Berliner Philharmoniker nehmen Sie mit auf eine imaginäre Welttournee durch die Länder und Kontinente; sie stellen auf diese Weise zugleich sich selbst und ihre Heimat vor, denn mittlerweile besteht das Orchester zu etwa der Hälfte aus Instrumentalisten nicht-deutscher Herkunft. Weshalb diese »Urlaubs-Matinee« auch eine Hommage an die Internationalität der Philharmoniker ist und an die fundamentale Wahrheit erinnert, dass Musik keine Grenzen kennt.

3. März 2019
Lauter schillernde Persönlichkeiten

Eine Matinee über Instrumente, ihre Meriten und Marotten
Christian Friedrich Daniel Schubart, der den meisten heute nur noch ein Begriff ist, weil sein Beinahe-Namensvetter Franz Schubert das Gedicht von der Forelle vertont hat, war ein musikalisch-literarisches Multitalent sondergleichen, ein Zeitgenosse Haydns und Mozarts. Und kaum einer im 18. Jahrhundert (und seither) konnte derart originell, anschaulich und humorvoll über Musik schreiben. Namentlich über die verschiedensten Instrumente, die er mit ihren Meriten und Marotten vorstellte wie Charakterköpfe aus dem Freundeskreis oder kauzige Typen aus der Verwandtschaft. In dieser Matinee wird aus Schubarts brillanten und amüsanten Schriften vorgetragen, aber natürlich kommen die charakterisierten Instrumente nicht nur zu Wort, sondern auch zu Ton – zu Gehör mit einem ausgewählten und ausgefallenen Repertoire.

3. November 2019
70 Jahre »Freunde der Berliner Philharmoniker«

Eine Jubiläums-Matinee
Kaum zu glauben: Die »Freunde« werden 70! Das muss gefeiert werden! Die erste Matinee der Spielzeit 2019/20 steht deshalb ganz im Zeichen unserer eigenen Geschichte. Als Laudatorin wird Christina Stresemann, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof und stellvertretende Vorsitzende des »Freunde«-Kuratoriums, die Entwicklung des Vereins beleuchten: Gegründet wurde er am 5. Oktober 1949, als große Bürgerinitiative, um den Bau der neuen Philharmonie zu ermöglichen, doch auch nach Erreichen dieses Ziels bleibt noch viel Gutes zu tun. Als Tochter des langjährigen Intendanten Wolfgang Stresemann weiß Christina Stresemann so einiges zu erzählen. Und natürlich spielen auch die Philharmoniker zu unserem Ehrentag auf, mit der Ersten Serenade von Johannes Brahms in der Nonett-Fassung.

Weitere Veranstaltungen

26. Januar 2019
»Reden wir über Musik«

Unvergessen: Zum fünften Todestag von Claudio Abbado
Vor fünf Jahren, am 20. Januar 2014, starb Claudio Abbado, der von 1990 bis 2002 als Chefdirigent an der Spitze der Berliner Philharmoniker stand und das Orchester nach der Ägide Herbert von Karajans grundlegend neu ausrichtete. Bis zuletzt blieb er den Philharmonikern mit jährlichen Auftritten eng verbunden – sein Tod hat eine schmerzliche Lücke gerissen. Flankierend zum Gedenkkonzert »In memoriam Claudio Abbado«, das am 26. Januar abends vom Chamber Orchestra of Europe unter Robin Ticciati gestaltet wird, möchten wir vorab, am Nachmittag, mit einer Gesprächsrunde an den großen Musiker und Menschen Abbado erinnern.

29. Mai 2019
Generalprobenbesuch zum Konzert mit Michael Sanderling

Am 22. Juni 1941 überfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion. Nur zehn Wochen später hatte die Wehrmacht die Millionen-Metropole Leningrad eingekreist, um sie für zweieinhalb Jahre zu belagern. Die Bevölkerung wurde während dieser unvorstellbar langen 872 Tage buchstäblich ausgehungert – mehr als 900.000 Menschen fielen der Blockade zum Opfer. In dieser Stadt, in dieser Situation komponierte Dmitri Schostakowitsch seine Siebte Symphonie, die Leningrader Symphonie. Sie spiegelt die katastrophalen Ereignisse und feiert am Ende doch den Triumph der Menschlichkeit über die Tyrannei. Michael Sanderling, dessen Vater Kurt Sanderling noch eng mit Schostakowitsch zusammengearbeitet hatte, wird das ergreifende Werk mit den Berliner Philharmonikern einstudieren. Ebenfalls auf dem Programm steht Joseph Haydns Cellokonzert D-Dur, bei dem Sie Bruno Delepelaire, den Solocellisten der Philharmoniker als Solisten erleben können.

2018

25. Februar 2018
»Die französische Musik will vor allem erfreuen«

Eine Debussy-Matinee
Vor hundert Jahren, am 25. März 1918, starb der französische Komponist Claude Debussy, der mit seinen impressionistischen Klängen neue Welten eröffnete. Wir wollen ihn mit einer musikalisch-literarischen Matinee ehren. Zwischen den fünf Werken des Programms, die von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gespielt werden, erinnern sich Zeitgenossen an den Komponisten. Und der meldet sich auch selbst zu Wort.

24. Juni 2018
Die fabelhaften Zwölf

Eine Matinee mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker
Sie sind das wohl berühmteste Ensemble aus den Reihen unseres Orchesters: die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, die weltweit für ihre unvergleichliche Klangkultur, ihr Temperament und ihre Perfektion gerühmt werden. Als musikalische Grenzgänger sind die Zwölf in der Moderne ebenso zuhause wie im klassischen Repertoire, das sie in immer neuen Arrangements erklingen lassen. Aber auch für Filmmusik, Pop, Jazz oder Tango haben sie ihr Herz entdeckt. Bei ihrer Matinee für die »Freunde« ist von allem – und für alle – etwas dabei. 

21. Oktober 2018
»Der Himmel über Paris«

Eine Frankreich-Matinee mit dem Philharmonischen Bläserquintett
Am 1. Mai 2019 findet das Europakonzert der Berliner Philharmoniker im prachtvollen Mausée d’Orsay in Paris statt, das einmal ein Bahnhof war, ehe es 1986 seiner heutigen kulturellen Nutzung zugeführt wurde und seither berühmte Gemälde von Manet und Monet, Degas und Cézanne, van Gogh und Max Liebermann beherbergt. Der Auftritt der Philharmoniker wird durch einen namhaften Beitrag des Freundesvereins ermöglicht. 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs wollen wir die deutsch-französische Freundschaft feiern und Sie auf dieses Ereignis schon einstimmen: mit einer Matinee, die nach Paris führt und vom Philharmonischen Bläserquintett gestaltet wird – einem Ensemble, das in dieser Spielzeit auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

2017

5. März 2017
Volles Rohr

Eine Brass-Matinee
Es ist schon fast ein Brauch: In den vergangenen beiden Spielzeiten haben wir damit begonnen, Ihnen verschiedene Instrumentengruppen der Berliner Philharmoniker vorzustellen, zunächst die Bassinstrumente, dann die Schlagwerker. Nun geht die kleine Reihe in die dritte Runde, und diesmal widmen wir uns den Blechbläsern, dem Brass Ensemble des Orchesters. Ihr Repertoire reicht von Giovanni Gabrieli bis zum Broadway.

25. Juni 2017
Das doppelte Streichquartett

Eine Matinee im Hause Mendelssohn
Sonntagvormittags lud der Bankier Abraham Mendelssohn gerne Freunde, Bekannte und wichtige Kunden in sein Palais: zu exquisiten Hauskonzerten, die von den Mitgliedern der Berliner Hofkapelle gestaltet wurden. Sein hochbegabter Sohn Felix konnte sich dabei schon früh mit ersten Kompositionen vorstellen. Wir spielen für Sie eine solche »Sonntagsmusik im Hause Mendelssohn« nach. Und präsentieren Ihnen dabei das Pro Quartett, für das der Freundesverein eine Patenschaft übernommen hat. Mit von der Partie sind auch die Lehrer der vier jungen Musiker, das gefeierte Philharmonia Quartett: Zu acht musizieren sie dann Auszüge aus Mendelssohns jugendfrischem Streichoktett.

29. Oktober 2017
Wie ernst ist die Ernste Musik?

Eine Matinee mit Humor
Wir wollen mit einem langlebigen Vorurteil aufräumen und Ihnen beweisen, dass die sogenannte »Ernste Musik« gar nicht so furchtbar ernst ist, sondern höchst vergnüglich sein kann: etwa wenn sich Hindemith über die Musikerzunft lustig macht, Haydn die Hörer in die Irre führt oder Mozart dem Publikum eine Nase dreht. Keine Frage: Diese Komponisten wollten gar keine »Ernste Musik« schreiben, erst die Juristen haben ihnen das Etikett verpasst. Denn es waren Experten für das Urheberrecht, die den Begriff in die Welt brachten, um ihren Klienten höhere Tantiemen zu sichern. Und beim Geld hört bekanntlich der Spaß auf …

2016

21. Februar 2016
Trommel, Hammer, Rasseln

Eine Schlagzeug-Matinee
Sie sind die Universalisten des Orchesters: Die Schlagwerker der Berliner Philharmoniker müssen nicht nur ein Instrument beherrschen, sondern gleich mehrere Dutzend. Ob Trommeln oder Becken, Tamtam, Gong oder Triangel, Holzblock, Hammer und Peitsche, Marimba oder Xylophon, Kuhglocken, Zymbeln und Rasseln – zu tun gibt es mehr als genug. Und wenn es um zeitgenössische Werke geht, dann müssen sich die Perkussionisten zuweilen auch noch als Erfinder betätigen und ganz neue Klangerzeuger basteln. Diese Matinee stellt Ihnen die Musiker und ihre Instrumente vor: im Gespräch und mit ausgewählten Kompositionen.

26. Juni 2016
Berliner Philharmonikerinnen

Eine Frauen-Matinee
»Die Musik ist ein Weib«, behauptete Richard Wagner einmal. Aber wenn es darum ging, Musik zu komponieren oder sie auch nur aufzuführen, dann hatten es die Frauen ungebührlich schwer. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren viele der Spitzenorchester reine Männerbastionen, ganz zu schweigen von den Vorbehalten, mit denen Komponistinnen oder Dirigentinnen zu kämpfen hatten. Und doch gibt es etliche Werke von Komponistinnen auch und gerade aus dem romantischen Zeitalter, die eine Begegnung lohnen. Wir präsentieren Ihnen einige davon, gespielt von Berliner Philharmonikerinnen – und lassen auch ihre Schöpferinnen zu Wort kommen.

30. Oktober 2016
Die Pracht-Bratsche

Eine kostbare Viola für die Philharmoniker
Die Freunde der Berliner Philharmoniker e.V. haben eine wertvolle Viola erworben. Das Instrument wurde 1780 vom venezianischen Geigenbauer Domenico Busan gefertigt und befand sich zuletzt im Besitz des berühmten Virtuosen Bruno Giuranna, der es auch bei Philharmonischen Konzerten oder gemeinsamen Auftritten mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter und dem Cellisten Mstislaw Rostropowitsch spielte. Wir wollen Ihnen in unserer Herbst-Matinee diese Pracht-Bratsche vorstellen: mit Musikbeispielen und im Gespräch.