Europakonzert im Foyer der Philharmonie Berlin

Jetzt zum Nacherleben in der ARD Mediathek

(Foto: Heribert Schindler)

Das diesjährige Europakonzert der Berliner Philharmoniker unter Leitung von Chefdirigent Kirill Petrenko am 1. Mai fand im Winkelspiel des labyrinthischen Foyers der Philharmonie Berlin statt. Das Orchester machte aus der Not eine Tugend: Da das ursprünglich geplante Konzert in Barcelona aufgrund der Pandemie nicht stattfinden konnte, nutzten die Musikerinnen und Musiker den spannenden Raum des Foyers für ein musikalisches Experiment; mit einem Programm, das die außergewöhnliche Architektur von Hans Scharoun reflektiert, indem es mit Echowirkungen, Nähe und Distanz spielt. Dabei waren Werke von Blacher, Ives, Penderecki, Mozart, Tschaikowsky und Adams zu erleben.


Das Europakonzert entdecken


30 Jahre Europakonzert

Als Claudio Abbado 1991 den Mai-Feiertag mit der Berliner Philharmonikern in Prag beging, schuf er eine Tradition, die bis heute anhält: Jahr für Jahr besucht das Orchester einen Ort in Europa, in dem es sonst selten zu Gast ist und wo möglicherweise überhaupt selten Konzerte erklingen, und trägt diese Entdeckungsreisen mit Hilfe des Fernsehens hinaus in die ganze Welt.

Inzwischen ergeben die Europakonzerte eine Landkarte, die von Lissabon im Westen bis Moskau im Osten, vom norwegischen Røros im Norden bis zum zyprischen Paphos im Süden reicht. Das praktizierte europäische Selbstverständnis macht dabei nicht an den Grenzen der EU halt, wie Auftritte in Russland, in Norwegen und in der Türkei belegen.