»Close-up«

Klassische Werke neu erzählt

»Close-up«: Kurt Weills Berliner Symphonie


Close-up ist ein im Frühjahr 2021 neu entwickeltes Vermittlungsformat der Berliner Philharmoniker mit Chefdirigent Kirill Petrenko für Jugendliche und junge Erwachsene. Ein erster Film eröffnet, aufbauend auf Kurt Weills Berliner Symphonie, einen spannenden Zugang zu Leben und Werk des Komponisten. In dieser Symphonie steckt viel von der Aufbruchsstimmung nach dem Ersten Weltkrieg, von Aufruhr und Friedenswunsch. Der Film zeigt, wie Dirigent und Orchester auf Entdeckungsreise ins Berlin der frühen zwanziger Jahre gehen.

Dabei eröffnet er unterschiedlichste Perspektiven. Da gibt es fesselnde Probenarbeit, in der Kirill Petrenko den Musikerinnen und Musikern zeitgeschichtliche Hintergründe und seine interpretatorischen Vorstellungen näherbringt. Ferner fließen Gespräche ein, die unter anderem die Kulturhistorikerin und Gefühlsforscherin Ute Frevert sowie junge Menschen mit eigenen Erfahrungen zu Wort kommen lassen. Hinzu kommen Auszüge der Konzertaufführung. Eine visuelle Übersetzung der komplexen Partitur der Symphonie erarbeiteten im Team und mit dem Programm Music:Eyes ein Musiker und ein Abiturient – auch das ein Element zum besseren Verständnis.

Das Format zeigt auf greifbare Weise, wie verschiedene Wirklichkeiten miteinander in Beziehung stehen, sich ergänzen und beeinflussen. Das neue Angebot mit und für Jugendliche und junge Erwachsene soll ein weiterer Beitrag der Berliner Philharmoniker und Ihres Chefdirigenten Kirill Petrenko sein, um in der digitalen Welt einen frischen Zugang zur klassischen Musik zu ermöglichen.

Die nächsten Close-up-Filme thematisieren Peter Tschaikowskys Romeo und Julia und Jolanthe sowie den Feuervogel von Igor Strawinsky.