Monika Grütters

Staatsministerin für Kultur und Medien

(Foto: Christof Rieken)

Liebe Freundinnen und Freunde der Musik!

»Das Beste der Musik steht nicht in den Noten«, sagte einmal der Komponist Gustav Mahler. Erst im Zusammenspiel der Interpreten erreicht Musik ihre Vollendung. Der Klangkörper der Berliner Philharmoniker wurde in der Zusammenarbeit mit den besten Dirigenten der Welt geformt, und jeder neue Dirigent verleiht ihm eine unverwechselbare Prägung. Ich freue mich auf Kirill Petrenko, auf die neuen Impulse, die er den Philharmonikern zu geben vermag, auf seine künstlerische Handschrift und sein programmatisches Wirken in der Musikstadt Berlin.

Internationalen Strahlkraft

Dass Kirill Petrenko die Saison mit Beethovens Neunter Symphonie eröffnet, ist eine Hommage an den großen Komponisten, dessen 250. Geburtstag im Dezember 2020 gefeiert und bereits ab dieser Spielzeit mit einem vielgestaltigen Programm auch weltweit begangen wird. Die Berliner Philharmoniker tragen etwa mit der Eroica oder einer Neuinszenierung von Beethovens einziger Oper Fidelio bei den Osterfestspielen in Baden-Baden zur internationalen Strahlkraft des von meinem Haus geförderten Jubiläums bei. Man darf gespannt sein, wie Kirill Petrenko auch scheinbar bekannte Werke dieses großen Meisters neu erzählen wird. Dass die Musikerinnen und Musiker des Orchesters in einem »Marathon« Kammermusik Beethovens, darunter sämtliche Streichquartette, in verschiedenen Besetzungen zur Aufführung bringen, ist eine anspruchsvolle Herausforderung wie auch eine sympathische Geste. Auch in der neuen Saison geben die Berliner Philharmoniker wieder zahlreiche Gastspiele in Deutschland, Europa, Japan und Israel.

Die Zukunft der Musikkultur

Besonders freue ich mich, dass die Berliner Philharmoniker und die Berliner Festspiele das Musikfest Berlin als gemeinsamen musikalischen Saisonauftakt mit einer Reihe hochkarätiger Orchesterkonzerte gestalten. Ein solch konzentriertes Erlebnis der unterschiedlichen Spielkulturen dürfte es an kaum einem anderen Ort geben. Seit vielen Jahren setzen die Berliner Philharmoniker Maßstäbe auch in der musikalischen Bildung mit verschiedenen Programmangeboten für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen, die bislang wenig Zugang zur Orchesterkultur gefunden haben. Kirill Petrenko will die Patenschaft mit dem Bundesjugendorchester fortführen und eigene Nachwuchs-Musikprojekte entwickeln – eine Arbeit von unschätzbarem Wert, ist doch das Engagement für die musikalische Bildung der jungen Generation eine Grundlage für die Zukunft der Musikkultur.

Mit der Förderung der Berliner Philharmoniker möchte die Bundesregierung mit dazu beitragen, dass dieser Klangkörper seinen Rang in der Musikwelt nicht nur bewahren kann, sondern auch Spielräume erhält, um als Botschafter für kulturelle Zusammenarbeit und Verständigung neue Akzente in der Kunst setzen zu können. Ich wünsche dem Orchester mit seinem neuen Chefdirigenten einen glanzvollen Start in eine neue Ära und allen Konzertbesucherinnen und -besuchern bewegende musikalische Erlebnisse.

Prof. Monika Grütters MdB
Staatsministerin für Kultur und Medien