Berliner Philharmoniker

Barocke Klangwelten

Die Konzertreihe
»Originalklang«

Oper, Concerto, Symphonie – um diese drei musikalischen Gattungen kreisen die sechs Konzerte der Reihe Originalklang. So international, vielseitig und unterschiedlich die Ensembles und Solisten der Serie auch sind, so eint sie doch ein Ideal: die Musik des 18. Jahrhunderts in historisch informierter Aufführungspraxis zu präsentieren. Egal, ob auf alten oder modernen Instrumenten vorgetragen, stets geht es darum, dem Klangvorstellungen jener Zeit möglichst nahe zu kommen und den musikalischen Facettenreichtum einer Epoche vorzustellen, in der die Grundsteine für eine moderne Musikästhetik gelegt wurden.

Zwei Ensembles aus Berlin

Die Akademie für Alte Musik Berlin gehört zu den Ensembles, die auf historischen Instrumenten bzw. deren Nachbauten spielen. Ihr Konzert im Kammermusiksaal verspricht ein besonderes instrumentales Highlight: Gastsolist Sergey Malov musiziert auf dem Violoncello da spalla, dem im Barock gerne verwendeten »Schulter-Cello«. Das Programm des Abends widmet sich dem barocken Concerto in all seinen Variationen, vom Solokonzert bis zum Concerto grosso, mit Werken von italienischen, deutschen, englischen und niederländischen Komponisten. Die Berliner Barock Solisten, die »historische Spezialtruppe« der Berliner Philharmoniker, musizieren hingegen alte Musik auf modernen Instrumenten. Bei ihrem ersten Auftritt in dieser Saison stellen sie ebenfalls das barocke Concerto in den Mittelpunkt, bleiben jedoch mit Werken von Arcangelo Corelli und Antonio Vivaldi programmatisch in Italien. Solist von Vivaldis Zyklus Die vier Jahreszeiten ist Daishin Kashimoto, Erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Das zweite Konzert der Berliner Barock Solisten im März 2014 erinnert an den 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach. Das Programm schlägt mit dem Ricercare aus dem Musikalischen Opfer von Carl Philipp Emanuels Vater Johann Sebastian sowie Konzerten und Symphonien des »Jubilars«, die Brücke vom kontrapunktischen Stil des Barocks zum neuen, empfindsameren Ausdruck der frühen Klassik.

Barockes Welttheater

Drei Konzerte bringen auch die Oper, das Unterhaltungsformat des Barock und der Klassik, ins Spiel. Mit gutem Grund: Arbeiten doch die Alte-Musik-Ensembles bei ihren Auftritten mit herausragenden Sängern und Sängerinnen zusammen: Die kanadisch-französische Formation Les Violons du Roy und die Mezzosopranistin Magdalena Kožená führen neben Joseph Haydns Kantate Arianna a Naxos Arien aus Wolfgang Amadeus Mozarts La clemenza di Tito auf. Dazu gibt es zwei Symphonien der beiden großen Wiener Klassiker. Das aus Nowosibirsk stammende Ensemble Musica Aeterna hat u. a. die Sopranistin Anna Prohaska für die Darbietung von Purcells Oper Dido and Aeneas eingeladen, einem der wichtigsten musikdramatischen Werke des Barock. Am Anfang der Konzertreihe Originalklang steht das Konzert von Philippe Jaroussky und dem Venice Baroque Orchestra unter Leitung von Andrea Marcon. Der französische Countertenor präsentiert virtuose Arien, die der neapolitanische Komponist Nicola Porpora für den damals so gefeierten Kastraten Farinelli geschrieben hat.

Akamus
Akademie für Alte Musik Berlin
BBS
Berliner Barock Solisten und Daishin Kashimoto
VBO
Venice Baroque Orchestra
Kozena
Magdalena Kožená (Foto: Mathias Bothor)
Malov
Sergey Malov (Foto: Julia Wesely)
Prohaska
Anna Prohaska (Foto: Monika Rittershaus)
Jaroussky
Philippe Jaroussky (Foto: Simon Fowler)

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