Berliner Philharmoniker

Die Wiener Philharmoniker in Berlin


»Von hinreißender Bravour«

Die Presse handelt sie gerne als Konkurrenten um den Platz als bestes Orchester der Welt: die Wiener und die Berliner Philharmoniker. Dabei verbindet die beiden Klangkörper eine große gegenseitige Wertschätzung. Diese drückt sich u. a. auch darin aus, dass die Berliner ihre österreichischen Kollegen regelmäßig zu Gastauftritten einladen. Erstmals verpflichtete die Stiftung Berliner Philharmoniker die Wiener im Jahr 2004. Unter der Leitung von Riccardo Muti präsentierten sie ein italienisches Programm mit Werken von Giuseppe Verdi, Ferruccio Busoni und Ottorino Respighi. Nicht nur das Publikum, auch die Presse war von dem Orchester begeistert: »Es ist von hinreißender Bravour. Es stiebt nur so vor instrumentalem Glanz. Die Holz- und Blechbläser paradieren ohn’ Unterlass«, hieß es in der Berliner Morgenpost.

 

Wiener Philharmoniker (© Richard Schuster)


Der Große Saal des Wiener Musikvereins, Ort der philharmonischen Konzerte (© Gesellschaft der Musikfreunde in Wien)

Eine ganz eigene Klangtradition

Die 1842 von dem Komponisten Otto Nicolai gegründeten Wiener Philharmoniker sind genau 40 Jahre älter als die Berliner. Das Besondere des Ensembles: Nur Musiker des Orchesters der Wiener Staatsoper können Mitglieder der Wiener Philharmoniker werden. Wie die Berliner sind auch die Wiener stolz auf ihre demokratische Selbstverwaltung, wie die Kollegen von der Spree besitzen auch sie eine ganz eigene, unverkennbare Klangtradition: Das Klangideal der Wiener Philharmoniker wurzelt in der Wiener Klassik. Der berühmte Streicherklang des Orchesters wird von Generation zu Generation weitergegeben. Der besondere Bläsersound allerdings entsteht nicht allein durch die Spieltechnik, sondern auch durch spezielle Eigenheiten der Instrumente. Einige der Holzblasinstrumente unterscheiden sich in der Mensur, im Griffsystem und in der Art der Rohrblätter von denjenigen anderer Symphonieorchester. Nicht zuletzt tragen auch die legendären »Wiener Hörner« zu dem einzigartigen Klangcharakter bei.


Orchester ohne Chef

Im Gegensatz zu den Berliner Philharmonikern wählen die Wiener keinen musikalischen Chef, gleichwohl arbeiten sie stets mit großen Orchesterleitern zusammen. Davon zeugt auch die Liste der Dirigenten, die die Wiener zur ihren Berliner Gastspielen begleiteten: Riccardo Muti (2004), Zubin Mehta (2005), Christian Thielemann (2007) und Lorin Maazel (2010). Am 15. Januar 2013 kommt das Orchester nun mit Georges Prêtre, der 2008 als erster französischer Dirigent das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker leitete. Auf dem Programm stehen neben Ludwig van Beethovens Siebter Symphonie, Igor Strawinskys Suite Nr. 2 aus dem Ballett Der Feuervogel und Maurice Ravels Boléro.

Zum Konzert

 

Georges Prêtre dirigiert die Wiener Philharmoniker bei ihrem Berlin-Gastspiel (© Terry Linke)


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